Bittere Pleite eines bekannten Energieberaters
„Nachhaltiger Erfolg entsteht, wenn man das große Ganze sieht. Deshalb denken wir Energie, Umwelt und Wirtschaft immer gemeinsam – und verbinden technisches Know-how mit Weitblick und Verantwortung. Mit unserem Transformationskonzept analysieren wir Ausgangslagen, identifizieren Potenziale und entwickeln Strategien, die Wandel ermöglichen und Zukunft sichern. Seit 1995 begleiten wir Organisationen dabei, Komplexität zu entschlüsseln und Klarheit zu schaffen – mit Erfahrung, Haltung und einem klaren Ziel: nachhaltige Wirkung“, heißt es schon auf der Firmen-Homepage. „Qualitativ hochwertige Beratung bedeutet für uns, Verantwortung selbst vorzuleben. Seit 2015 betreiben wir ein zertifiziertes Energiemanagementsystem nach ISO50001 und verbessern uns kontinuierlich. Unser Ziel: Klimaneutralität bis 2040. Durch konsequente Maßnahmen – insbesondere in der betrieblichen Mobilität – konnten wir unseren CO2-Ausstoß bereits um 89 % reduzieren. Wir handeln nach den gleichen Standards, die wir auch unseren Kund:innen empfehlen – aus Überzeugung und mit Vorbildwirkung.“
Die Rede ist von der sattler energie consulting gmbh (FN253360p) mit Sitz in Gmunden. Sie kann laut AKV ihren laufenden Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen und hat die Eröffnung eines Sanierungsverfahrens ohne Eigenverwaltung beim Landesgericht Wels beantragt. 23 Mitarbeiter sind betroffen.
„Konkret werden Energie-Umweltberatungen, die Entwicklung von Energiemanagementstrategien sowie weitere Trainings- und Schulungen im Bereich der Elektrotechnik durchgeführt“, so der AKV.
Die Insolvenzursachen
Als Gründe für das Abgleiten in die Insolvenz werden „wesentliche Umsatzeinbüßen infolge verspäteter bzw. ausbleibender Fördermittel sowie die überwiegend erfolgsabhängige Honorarausgestaltung angeführt“.
Schulden und Vermögen
Die Passiva liegen laut Jahresabschluss 2024 bei 642.000 Euro. Das vorhandene Vermögen muss erst im Rahmen des Insolvenzverfahrens inventarisiert und geschätzt werden.
Die Zukunft
Eine Fortführung des Unternehmens sei geplant und auch wirtschaftlich aus dem laufenden Fortbetrieb angeblich darstellbar. Die Gläubiger sollen 20 Prozent Quote erhalten.
Kommentare