Bitpanda steigert Umsatz und Nutzerzahlen

Der Gewinn der Wiener Kryptohandelsplattform ging im Vorjahr deutlich zurück.
Bitpanda steigert Umsatz und Nutzerzahlen

Zusammenfassung

  • Bitpanda steigerte 2025 den bereinigten Umsatz um 16 Prozent auf 371 Mio. Euro und die Nutzerzahl auf 7,4 Mio., während der Gewinn deutlich zurückging.
  • Die Zahl der Partner, die Bitpanda-Technologie nutzen, wuchs in Europa von 9 auf 16 und neue Partnerschaften wurden in den Emiraten, Lateinamerika und Asien geschlossen.
  • Ein Börsengang an der Frankfurter Börse wird kolportiert, konkrete Kommentare dazu gibt es vom Unternehmen nicht.

Um Kryptowährungen ist es aktuell nicht besonders rosig bestellt. Seit Oktober haben sie deutlich an Wert verloren. Dem österreichischen Handelsplatz Bitpanda konnte das bisher wenig anhaben. Das Wiener Unternehmen, das laut Branchengerüchten noch heuer an die Frankfurter Börse will, ist im vergangenen Jahr weiter gewachsen.

Am Mittwoch vermeldete Bitpanda für 2025 einen bereinigten Umsatz (Adjusted revenue) von 371 Mio. Euro und damit ein Plus von 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Adjusted EBITDA) betrug 13 Mio. Euro. Im Jahr davor waren es noch 52 Mio. Euro gewesen. Die Nutzerzahlen stiegen von 5,9 Mio. im Jahr 2024 auf 7,4 Mio. im vergangenen Jahr. 2025 war das Unternehmen in Großbritannien gestartet.

Erweitert werden konnte auch die Zahl der Partner, die Technologie des österreichischen Krypto-Platzhirschen nutzen. In Europa stieg sie von 9 auf 16. Auch in den Vereinigten Arabischen Emiraten, in Lateinamerika und in Asien konnten Partner gewonnen werden.

2025 sei ein Jahr der "ambitionierten Beschleunigung" gewesen, wird Bitpanda-CEO Lukas Enzersdorfer-Konrad in einer Unternehmensaussendung zitiert. Man habe ein starkes Umsatzwachstum erzielt, strategische Investitionen getätigt und Bitpanda auch als wachsenden Anbieter von Marktinfrastruktur positioniert.

Börsengang kolportiert

Anfang des Jahres wurde kolportiert, dass Bitpanda noch im ersten Halbjahr an die Frankfurter Börse gehen könnte. Angeblich wurden Goldman Sachs, Citigroup und die Deutsche Bank mit den Vorbereitungen betraut. "Kein Kommentar", hieß es dazu auf Anfrage des KURIER aus dem Unternehmen.

Die Umstellung bei der Bilanzierung, die schrittweise seit zwei Jahren erfolgte, zielt jedenfalls darauf ab, Investoren einen tieferen Einblick in das operative Geschäft zu ermöglichen. Bewertungs- und Handelsergebnisse werden herausgerechnet. Ohne die Bereinigung belief sich der ausgewiesene Umsatz von Bitpanda auf 7,7 Mrd. Euro. Das ausgewiesene EBITDA belief sich auf 21 Mio. Euro.

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