Im Hotel- und Gastgewerbe arbeiten 220.000 Menschen

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Wirtschaft
04/26/2019

Bis zu 2,76 Prozent mehr Gehalt im Hotel- und Gastgewerbe

Einigung auf neuen Kollektivvertrag: 1600 Euro Mindestlohn für alle Fachkräfte. Erhöhungen treten am 1. Mai inkraft.

Die Sozialpartner haben sich auf einen Kollektivvertrags-Abschluss für die  220.000 Beschäftigten im heimischen Hotel- und Gastgewerbe  geeinigt. Ab 1. Mai steigen die KV-Löhne der Arbeiter um durchschnittlich 2,76 Prozent, die Gehälter der Angestellten um 2,47 Prozent. Erhöht werden zudem die Nacht- und Fremdsprachenzulagen sowie die Fehlgeldentschädigung.

1.600 Euro Mindestlohn

Neben einem einheitlichen Mindestlohn (1.540 Euro pro Monat) wurde auch ein einheitlicher Einstiegslohn für alle Fachkräfte im Kollektivvertrag verankert. Nach absolvierter Lehre bzw. Schule würden in ganz Österreich 1.600 Euro monatlich gezahlt. Das Ziel der Gewerkschaft war allerdings 1.700 Euro.

Das Plus bei den Lehrlingen beläuft sich laut Gewerkschaft im Schnitt auf 5 Prozent. Im ersten Lehrjahr gibt es künftig 760 Euro, im zweiten 860 Euro, im dritten 980 Euro und im vierten Lehrjahr 1.075 Euro.

Offene Forderungen

 "Das ist ein mehr als herzeigbares Ergebnis", sagte der Vorsitzende des Fachbereichs Tourismus bei der Gewerkschaft vida, Berend Tusch. Wesentliche Forderungen der Gewerkschaft in Bezug auf das Rahmenrecht seien aber nicht erfüllt worden - so etwa ein garantiertes freies Wochenende pro Monat oder eine "bessere Feiertagsregelung". Es passe nicht zusammen, "dass die Arbeitgeber dauernd über zu wenige Fachkräfte klagen und gleichzeitig zeitgemäße Spielregeln vom Tisch wischen", sagte Tusch. Die Verhandlungen zum Rahmenrecht sollen am 10. Juli fortgesetzt werden.