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Überangebot nach Dürre: Billa nimmt Bauern mehr Rindfleisch ab

In den kommenden Wochen sind Aktionen in den Filialen geplant. Ab 2027 könnten die Preise für Rindfleisch deutlich steigen.
Ein gelbes, taschenförmiges Billa-Firmenschild hängt in einem Metallring vor einem blauen Himmel mit weißen Wolken.

Die knappen Futtermittel zwingen Bauern seit wenigen Wochen dazu, ihre Rinder verfrüht zu schlachten. Die Folge ist ein Überangebot an Rindfleisch auf dem heimischen Markt – und der Preisverfall. In den vergangenen Wochen sank der Kilopreis um rund ein Drittel.

Die Rewe-Kette Billa kündigt nun an, ihre Abnahmemengen aktuell um 20 Prozent erhöhen zu wollen. „Damit schaffen wir zusätzliche Absatzmöglichkeiten für österreichische Landwirte und Landwirtinnen und tragen so zur Entlastung des Marktes bei“, sagt Billa-Vorstandsvorsitzender Erich Szuchy.

Billa plant Aktionen in den Filialen

Die Abnahme würde „zu fixen Preisen stattfinden, die bereits im Rahmen langjähriger Partnerschaften mit Landwirten und der Erzeugergemeinschaft ARGE Rind vereinbart wurden“, teilt das Unternehmen mit. In den kommenden Wochen werde es in den Filialen einen Rindfleischschwerpunkt mit unterschiedlichen Aktionen geben.

Der niedrige Preis wird voraussichtlich nicht von Dauer sein. Denn während die großen Mengen an Rindfleisch den Preis aktuell nach unten drücken, wird ein Mangel an Schlachttieren in den kommenden Monaten einen gegenteiligen Effekt haben.

Rindfleisch wird 2027 teurer werden

Werner Habermann, Geschäftsführer der ARGE Rind, geht davon aus, dass die Preise im September erst noch weiter sinken und prognostiziert ab 2027 steigende Erzeugerpreise. „Einfach weil es wenig Ware geben wird. Nicht nur in Österreich, auch etwa in Frankreich, Bayern oder der Schweiz“, sagt er dem KURIER. 

Neben der Supermarktkette Billa will auch die Erste Bank den heimischen Bauern im heurigen Dürrejahr unter die Arme greifen. Sie bietet betroffenen Kunden ab sofort eine Soforthilfe in Form eines zinsen- und spesenfreien Überziehungsrahmens von bis zu 25.000 Euro an, wie es in einer Aussendung heißt.

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