Die Rax-Seilbahn ist eine der 67 zertifizierten "Besten Österreichischen Sommer-Bergbahnen".

© Raxseilbahn

Wirtschaft
11/05/2019

Bei den Bergbahnen ging es diesen Sommer steil bergauf

Die vergangene Sommersaison war für Bergbahnen mit Sommerangeboten eine der besten.

Die österreichischen Sommer-Bergbahnen sind mit der vergangenen Sommersaison zufrieden. Trotz teilweise schwieriger Wetterbedingungen haben sie eine der stärksten Saisonen hinter sich gebracht – die Gästezahlen sind im Vergleich zum Vorjahr um rund sechs Prozent gestiegen.

Belohnte Bemühungen

Das Wachstum bezieht sich auf die 67 Betriebe, die das Gütesiegel „Beste Österreichische Sommer-Bergbahnen“ haben – das sind 31 Prozent der heimischen Seilbahnunternehmen mit Sommerbetrieb. Auf sie entfallen fast die Hälfte aller Gäste und mehr als 40 Prozent des Sommerumsatzes.

Ihre Bemühungen, den Bergsommer zu stärken und mit neuen Angeboten Gäste auf die Berge zu locken, blieben nicht unbelohnt. Denn der Sommer sei in den vergangenen Jahren aus dem Schatten des Winters getreten und ein wichtiger Hebel für den Ganzjahrestourismus geworden, sagt Maria Hofer, Sprecherin der Besten Österreichischen Sommer-Bergbahnen: „In der Sommersaison 2019 konnten die meisten Bergbahnen an den positiven Trend der vergangenen Jahre anknüpfen.“

Hochwertige Angebote

Eine Mitgliederbefragung ergab, dass Wanderwege und hochwertige Angebote für Familien, Sportler und Abenteurer gefragter denn je seien. Entschleunigung, Erholung, Authentizität des Angebots und Nachhaltigkeit stehen ganz oben auf der Wunschliste der Gäste.

Die Qualität des Sommerbergurlaubs soll aber weiter optimiert werden. Das bisherige Konzept gezielter Investitionen und klarer Positionierung – wie Themen- und Familienberge, Panorama und Naturerlebnis, Genuss sowie Kunst und Kultur – wird laut Hofer fortgesetzt. Konkret handelt es sich zum Beispiel um Attraktionen wie Bergspielplätze, Bike-Trails oder Aussichtsplattformen. Durch den Ausbau des Schlechtwetterprogramms wollen die Bergbahnen wetterunabhängiger werden.

Autofreie Anreise

Am meisten Geld wird jedoch nicht in den Ausbau der Infrastruktur, sondern in die Bereiche Service und Dienstleistung investiert, sagt Hofer: „Dazu zählen unter anderem einfache und neue Leit- und Informationssysteme, Digitalisierung zur Gästesteuerung und die Optimierung der Öffnungszeiten.“

Auch Nachhaltigkeit soll nicht zu kurz kommen. Es werden Konzepte für eine autofreie Anreise entwickelt, um den innerörtlichen Verkehr zu reduzieren.

Längerer Aufenthalt

Die 67 Sommer-Bergbahnen setzten vergangenes Jahr 90,6 Millionen Euro um und hatten 8,4 Millionen Ersteintritte (wenn jemand zum ersten Mal die Zugangskontrolle passiert). Die Gäste bleiben laut Umfragen um 30 Prozent länger als in nichtzertifizierten Regionen.

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