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Wirtschaft
02/25/2021

Bayer schrieb 2020 rund 10,5 Milliarden Euro Verlust

Die Dividende sinkt um 80 Cent auf zwei Euro je Aktie.

Milliardenschwere Abschreibungen im Agrargesch├Ąft und R├╝ckstellungen f├╝r Rechtsstreitigkeiten haben Bayer im vergangenen Jahr tief in die roten Zahlen gedr├╝ckt. 2020 fiel deshalb ein Verlust von 10,5 Milliarden Euro an, wie der deutsche Agrar- und Pharmakonzern am Donnerstag mitteilte. 2019 stand noch ein Gewinn von 4,1 Milliarden Euro zu Buche.

Deutliche Ergebniseinbu├čen, vor allem zum Jahresende, musste Bayer in der Agrarsparte sowie im Gesch├Ąft mit rezeptfreien Gesundheitsprodukten hinnehmen. Im vierten Quartal schrumpfte der bereinigte Betriebsgewinn (EBITDA) um mehr als 3 Prozent auf 2,39 Mrd. Euro und verfehlte damit die Analystenerwartungen. Im Gesamtjahr lag er mit 11,46 Mrd. Euro auf Vorjahresniveau.

Gegenwind bekommt Bayer von negativen Wechselkurseffekten. Der Umsatz sank deshalb 2020 um knapp 5 Prozent auf 41,4 Mrd. Euro, w├Ąhrungsbereinigt lag er auf Vorjahresniveau. Auch 2021 bremsen W├Ąhrungseffekte den Konzern: Bereinigt um diese peilt Bayer einen Umsatz von etwa 42 bis 43 Mrd. Euro und einem bereinigten Betriebsgewinn von 11,2 bis 11,5 Mrd. an. Inklusive W├Ąhrungseffekten geht das Management von einem stagnierenden Umsatz von etwa 41 Mrd. Euro und einem Ergebnisr├╝ckgang auf 10,5 bis 10,8 Mrd. aus.

Die Aktion├Ąre des Unternehmens mit Sitz in Leverkusen m├╝ssen sich f├╝r das vergangene Jahr mit einer niedrigeren Dividende begn├╝gen. Sie sinkt um 80 Cent auf zwei Euro je Aktie.

F├╝r Bayer wurde im vergangenen Jahr mit der Agrarsparte ausgerechnet der Bereich zum Belastungsfaktor, den der Konzern 2018 mit der milliardenschweren Monsanto-├ťbernahme ausgebaut hatte. Alleine im vierten Quartal brach das bereinigte Ergebnis im Agrargesch├Ąft, auch wegen gesunkener Nachfrage im wichtigen Markt Nordamerika, um 30 Prozent ein. Die Belastungen im Agrargesch├Ąft f├╝hrten zu milliardenschweren Wertberichtigungen im vergangenen Jahr.

Zudem wird der Glyphosat-Vergleich, mit dem Bayer die Klagewelle wegen der angeblich krebserregenden Wirkung des Herbizids vom Tisch bekommen will, teurer als gedacht. Bei den Rechtsstreitigkeiten hatte sich das Unternehmen Anfang Februar mit den Kl├Ągeranw├Ąlten darauf geeinigt, wie k├╝nftige Klagen gehandhabt und beigelegt werden sollen und wartet nun darauf, dass das zust├Ąndige Gericht daf├╝r gr├╝nes Licht gibt.

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