Bawag klagt Stadt Linz auf 418 Millionen

Bawag klagt Stadt Linz auf 418 Millionen
Im Streit um eine Währungsspekulation auf den Schweizer Franken holt die Bank nun zum Gegenschlag aus.

Der Streit zwischen der Bawag und der Stadt Linz um eine Währungsspekulation auf den Schweizer Franken geht in die nächste Phase. Wie berichtet hat die Stadt die Bawag auf Rückzahlung einer geleisteten Kreditrate von 25 Millionen Euro geklagt. Denn Bürgermeister Franz Dobusch sieht das 2007 abgeschlossene Swap-Geschäft als rechtsunwirksam an. Nun wird die Bawag ihrerseits bis Ende der Woche eine Klage gegen die Stadt einbringen. Streitwert sind 418 Millionen Euro. Die Summe ergibt sich aus dem Marktwert des Swaps und Kosten.

"Wir haben uns rechtlich gründlich vorbereitet", sagt Bawag-Finanzvorstand Andreas Arndt. Die Stadt Linz habe aktiv nach diesem Produkt nachgefragt. "Wir sind gegen andere Gebote zum Zug gekommen." Bei einem ersten Swap-Geschäft im Jahr 2006 konnte die Stadt Gewinne lukrieren. Als sich der Frankenkurs 2007 zu Ungunsten der Stadt veränderte, habe die Bank den Großkunden auf ein Ende der Spekulation gedrängt. Doch die Stadt habe nicht gewollt, so Arndt. Das Geschäft wurde so erst diesen Oktober aufgekündigt. "Zu einem früheren Zeitpunkt wäre es billiger gewesen", sagt Arndt. Er zeigt sich jedoch gesprächsbereit, um eine außergerichtliche Einigung zu erzielen.
Die Bawag will für die Streitwerte in der Bilanz nicht vorsorgen. "Wir erachten die Forderung als nicht uneinbringlich."

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