Austrian Anadi Bank buhlt um Partnerschaft mit der heimischen Post

Christoph Raninger, Chef der Austrian Anadi Bank
Die Anadi Bank, die 2013 die Hypo Österreich gekauft hat, fühlt sich bereit für Wachstum.

Verhandlungen. Die Anadi Bank, die 2013 aus der Übernahme der Hypo Österreich durch die britisch-indische Anadi Group hervorging, hat sich in das Rennen um die Kooperation mit der Post eingebracht. Zuvor hatte schon der Volksbanken-Sektor verlautbart, an der Post-Partnerschaft interessiert zu sein.

Jahrelang war die Bawag der Partner der Post. Sie zieht aber 2019 aus den 433 gemeinsam betriebenen Post-Stellen aus, die Post ist daher auf der Suche nach Ersatzpartnern. „Wir sind interessiert an der Post und führen bereits Gespräche“, sagt Anadi-Bank-Chef Christoph Raninger. Anadi habe in Österreich „eine kleine Kostenbasis und kaum Filialen“, begründet er das Ziel, Post-Partner zu werden. Außerdem wolle die Anadi Bank ist Österreich wachsen. Die Ausgangsbasis sei gut, nachdem die Altlasten aus der Hypo endgültig bereinigt seien. Nur zwei kleinere Kreditfälle, die abgeschrieben werden mussten, hätten die Bilanz 2017 noch belastet. Das ist auch der Grund für den Rückgang des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 15 auf sieben Millionen Euro im Jahr 2017.

Finanzierungen

Mit dem laufenden Geschäft aber ist Raninger äußerst zufrieden. Immerhin konnten die Wohnbaufinanzierungen um 274 Prozent auf 89,5 Millionen Euro gesteigert werden und die Konsumkredite um 325 Prozent auf 17,7 Millionen Euro.

Bei den Konsumkrediten will Raninger weiter Gas geben. Dazu soll auch der rasche Online-Kredit beitragen, der es sogar Neukunden ermöglicht, binnen 30 Minuten zu Geld zu kommen. „Die Bonität des Kunden wird in wenigen Minuten durch einen Algorithmus überprüft“, erklärt der Bank-Chef. Die Zinsen für so einen Kredit, der höchstens 30.000 Euro betragen darf, liegen um die 4,5 Prozent. Gut gelaufen ist auch das Online-Sparen im Vorjahr. Das Volumen hat sich von 23,8 auf 107,9 Millionen Euro erhöht. Die Zinsen für täglich fälliges Geld betragen 0,6 Prozent.

An die Eigentümer schüttet die Bank, die rund drei Millionen Euro Bilanzsumme hat, 3,5 Millionen Euro aus.

Irmgard Kischko

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