Flugzeuge der Austrian Airlines (AUA) und ein Flugzeug von Flyniki am Flughafen Wien Schwechat

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Flugverkehr
10/18/2013

AUA und NIKI drängen auf Ende der Ticketsteuer

Fluglinien, aber auch heimische Flughäfen klagen über Standortnachteile.

Die neue Bundesregierung ist noch gar nicht im Amt. Doch die Airlines AUA und NIKI haben gemeinsam mit den heimischen Flughäfen bereits ihren Wunschzettel deponiert. Sie verlangen die Abschaffung der 2011 eingeführten Ticketsteuer. In Österreich werden auf der Kurzstrecke sieben Euro pro Abflug fällig, auf der Mittelstrecke 15 und auf der Langstrecke 35 Euro.

Bei der AUA könne die Ticketsteuer den „Unterschied zwischen rot und schwarz“ ausmachen , so AUA-Chef Jaan Albrecht. Er verwies damit auf die jahrelangen Verluste der Fluglinie. Die zusätzliche Belastung durch die Ticketsteuer betrage rund 35 Millionen Euro.

Weniger Touristen

Auch NIKI (flyniki) verdiente 2012 nichts mehr. Die Ticketsteuer sei ein Grund dafür, beklagt Geschäftsführer Christian Lesjak die zusätzliche Belastung von 20 Millionen Euro. Lesjak sieht auch negative Auswirkungen auf den Tourismusstandort: „Nach Italien zu fliegen ist derzeit billiger als nach Wien.“

Der Vorstand der Flughafen Wien AG, Julian Jäger, verwies auf Studien, dass der heimischen Luftverkehrswirtschaft wegen der Flugabgabe jährlich etwa 1,1 Millionen Passagiere abhanden kommen würden. Der Wiener Airport stehe im Wettbewerb mit Zürich und München. Auch die sechs österreichischen Flughäfen, vor allem die kleineren Bundesländer-Airports, würden unter der Ticketsteuer leiden. „2012 hatten alle Bundesländer-Flughäfen ein Minus“, so Gerhard Kunesch vom Flughafen Linz. „Heuer wird es die meisten wieder mit einem Minus erwischen.“

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