Arbeitslosigkeit steigt weiter, zugleich aber mehr erwerbstätige Frauen ab 60
Symbolbild
Die Arbeitslosigkeit in Österreich ist im ersten Quartal 2026 gestiegen. Das zeigt die Mikrozensus-Arbeitskräfteerhebung der Statistik Austria. Demnach waren 301.900 Personen auf Arbeitssuche und damit um 17.700 mehr als im Vorjahresquartal. Die nicht saisonbereinigte Arbeitslosenquote lag bei 6,3 Prozent. Die Zahl der Erwerbstätigen erhöhte sich um 24.800, was auf Zuwächse bei den Frauen von 60 bis 64 Jahre und bei der Teilzeitbeschäftigung zurückzuführen ist.
"Der Beschäftigungszuwachs entfiel zum Großteil auf Frauen in den höheren Altersgruppen", wird die fachstatistische Generaldirektorin der Statistik Austria, Manuela Lenk, in einer Aussendung zitiert. In der Gruppe der 60- bis 64-jährigen Frauen gab es einen Zuwachs von 20.200 Erwerbstätigen im Vergleich zu den ersten drei Monaten des Vorjahres. Damit legte die Erwerbstätigenquote der Frauen dieses Alters um 5,4 Prozentpunkte zu, "was vor allem mit der schrittweisen Anhebung des Pensionsantrittsalters von Frauen zusammenhängt", so Lenk.
Die Erwerbstätigenquote, also der Anteil der Erwerbstätigen an allen Personen von 15 bis 64 Jahren, stieg leicht um 0,4 Prozentpunkte auf 73,9 Prozent. Besonders stark erhöhte sich die Quote der 60- bis 64-Jährigen. Im ersten Quartal 2026 waren 40,2 Prozent dieser Altersgruppe erwerbstätig, um 3,0 Prozentpunkte mehr als im Vergleichszeitraum im Jahr zuvor.
Seit 1. Jänner 2024 wird das Pensionsantrittsalter der Frauen schrittweise angehoben. Während vor Beginn der Anhebung (1. Quartal 2023) nicht einmal jede fünfte Frau (18,7 Prozent) dieser Altersgruppe erwerbstätig gewesen sei, sei es aktuell bereits jede dritte (32,2 Prozent), hieß es von der Statistik Austria. Bei den Männern sei hier der Zuwachs von 46,5 auf 48,3 Prozent in diesem Zeitraum deutlich schwächer gewesen.
Bedeutung der Teilzeit steigt wieder
Die Bedeutung der Teilzeit steigt nach einem Rückgang im Vorjahr in den ersten drei Monaten des heurigen Jahres wieder. Der Anstieg bei der Zahl der Erwerbstätigen sei ausschließlich auf die signifikante Zunahme der Teilzeitbeschäftigung zurückzuführen, heißt es weiter. Demnach erhöhte sich die Zahl der Teilzeiterwerbstätigen um 40.200, während die Vollzeitbeschäftigung um 15.400 zurückging. Generell seien es überwiegend Frauen, die einer Teilzeiterwerbstätigkeit nachgehen. Im ersten Quartal 2026 gaben 50,7 Prozent aller erwerbstätigen Frauen an, in Teilzeit zu arbeiten. Bei den Männern waren es nur 14,6 Prozent.
Die nicht saisonbereinigte Arbeitslosenquote stieg gegenüber dem Vorjahresquartal leicht um 0,3 Prozentpunkte auf 6,3 Prozent, wobei der Zuwachs bei den Männern geringer war als bei den Frauen. Dabei war vor allem der Anstieg der Arbeitslosenquote bei den 25- bis 34-jährigen Frauen auf 7,4 Prozent (+1,9 Prozentpunkte) auffällig.
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