Wirtschaft
12.05.2017

121.000 Anträge auf Nachzahlung beim AMS

Neuberechnung von Alt-Fällen: Bisher 35 Millionen Euro ausbezahlt.

Da wird das AMS für die Bearbeitung noch sehr lange brauchen: 121.000 großteils ehemalige Arbeitslose wollen mehr Geld und haben beim AMS eine Nachzahlung des so genannten Ergänzungsbetrages beim Arbeitslosengeld beantragt. Dies geht aus einer parlamentarischen Anfrage der FPÖ an Sozialminister Alois Stöger hervor.

Die Nachzahlung ergibt sich durch eine Neuberechnung des Arbeitslosengeldes seit Einführung der Mindestsicherung im September 2010. Das AMS schätzt, dass bis zu 254.000 Alt-Fällen eine Ergänzungszahlung bei den Familienzuschlägen zusteht und rechnet mit Mehrkosten von bis zu 112 Millionen Euro – der KURIER berichtete.

Je nachdem, wie lange jemand arbeitslos gemeldet war, handelt es sich um Nachzahlungs-Beträge zwischen einigen hundert bis zu ein paar Tausend Euro. Laut Anfrage sind vom AMS bisher erst 45.100 Anträge bearbeitet und 35 Millionen Euro an die Betroffenen ausbezahlt worden. Die FPÖ kritisiert den enormen Mehraufwand für das AMS: "Hoffentlich wird künftig von vornherein genauer gearbeitet, das erspart den Betroffenen die Mühen für einen Antrag auf Nachzahlung und dem AMS Arbeit", sagt Abgeordnete Dagmar Belakowitsch-Jenewein.

Alle Details zur Nachzahlung sowie das AMS-Antragsformular finden Sie hier.