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"Preiserhöhungen unvermeidlich": Apple-Produkte werden teurer

Wegen des KI-Booms sind die Preise für Speicherchips gestiegen. Apple müsse diese Erhöhungen an den Kunden weitergeben, so Tim Cook.
FILE PHOTO: Illustration shows Apple logo

Apple wird als Reaktion auf die im KI-Boom gestiegenen Speicherchip-Kosten die Preise erhöhen. "Leider sind Preiserhöhungen unvermeidlich", sagte Apple-Chef Tim Cook dem Wall Street Journal

Der gesamten Branche macht bereits seit Monaten zu schaffen, dass mit dem groß angelegten Bau von Rechenzentren für Künstliche Intelligenz die Speicherchip-Kapazitäten nicht ausreichen - und die Preise entsprechend in die Höhe schießen.

Cook machte keine Angaben dazu, wann, wie stark und für welche Produkte die Preise erhöht werden sollen. Die nächste große Vorstellung neuer Geräte wird wie gewohnt im Herbst mit der neuen iPhone-Generation erwartet. Dem Finanzdienst Bloomberg zufolge will Apple in diesem Jahr seine Modellpalette mit einem auffaltbaren iPhone erweitern.

Apple konnte bisher unter anderem dank langfristiger Lieferverträge die Gerätepreise für Kunden weitgehend stabil halten. Apple gebe zwar sein Bestes, um die "riesigen" Kostensteigerungen abzufedern und nicht an die Kunden weiterzureichen, aber dies sei nicht mehr nachhaltig möglich. 

Einige PC-Hersteller und Spielekonsolen-Anbieter erhöhten bereits ihre Preise. Auch bei anderen großen Elektronik-Anbietern war zuletzt zu hören, dass die Kostensteigerungen bei Speicherchips ein Ausmaß erreicht hätten, das ohne höhere Preise für die Kunden nicht verdaut werden könne.

Apple und Intel einigen sich auf Chipproduktion in den USA

US-Präsident Donald Trump zufolge hat sich Apple mit Intel auf die Entwicklung und Produktion von Chips in den USA geeinigt. Apple habe einer entsprechenden Partnerschaft zugestimmt, schrieb Trump am Donnerstag auf seiner Plattform Truth Social. Für den iPhone-Hersteller bedeutet der Schritt eine Diversifizierung seiner Lieferkette.

Bisher ist Apple stark von dem taiwanischen Konzern TSMC abhängig, dessen hochmoderne Fertigungsanlagen auch von KI-Chipentwicklern wie Nvidia und AMD stark nachgefragt werden. Der US-Halbleiterhersteller Intel wiederum sichert sich durch den Auftrag eine stetige Nachfrage eines der weltgrößten Elektronikkonzerne. Das stärkt das Fertigungsgeschäft, das in den vergangenen Jahren hinter TSMC zurückgefallen war. Stellungnahmen der beiden Konzerne waren zunächst nicht erhältlich.

Bereits im Mai hatte das Wall Street Journal berichtet, dass Intel nach mehr als einjährigen Verhandlungen eine vorläufige Vereinbarung zur Chipproduktion für Apple erzielt habe. Anfang der Woche hatte Intel zudem den Start der ersten Produktion seiner neuen Fertigungstechnologie 18A verkündet. 

Die US-Regierung hatte im vergangenen Jahr einen Anteil von zehn Prozent an Intel übernommen und Investitionen von rund zehn Milliarden Dollar in den Bau und die Erweiterung von US-Fabriken angekündigt. Die US-Regierung verstärkt derzeit ihre Bemühungen, die heimischen Lieferketten für kritische Mineralien und Halbleiter abzusichern. Dazu gehört auch der Erwerb von Unternehmensanteilen, um die Abhängigkeit von China zu verringern.

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