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Wirtschaft
10/31/2020

Fünf Tipps, um ihr Linkedin-Profil hervorstechen zu lassen

Linkedin ist das größte Karriereportal der Welt. Viele Nutzerprofile dort wirken zwar professionell, aber glattgebügelt. Ein Experte erklärt, wie Sie auf sich aufmerksam machen können.

von Johannes Arends

Das US-amerikanische Karriereportal Linkedin ist inzwischen von einer reinen Job-Plattform zu einem der wichtigsten Sozialen Netzwerke gewachsen. 722 Millionen Nutzer sind weltweit registriert, davon knapp 163 Millionen in Europa. In Österreich haben etwa 1,5 Millionen Menschen ein Linkedin-Profil - das sind knapp 30% aller Erwerbstätigen und Studierenden. Im gesamten deutschsprachigen Raum sind es übrigens ca. 15 Millionen Nutzer.

Klar, dass Recruiter bei dieser Fülle an Mitgliedern täglich hunderte, ähnlich gestaltete Profile durchforsten. Denn die meisten Nutzer setzen auf ein glattgebügeltes, professionell gehaltenes Erscheinungsbild - da gleicht man einander schnell. Social Media Experte Andreas Mittelmeier, der als Berater für digitale Kommunikation tätig ist und im Zuge seiner Arbeit regelmäßig Vorträge über Linkedin hält, hat für den KURIER fünf Tipps zusammengetragen, mithilfe derer man aus der Masse polierter Profile hervorstechen kann.

  1. Seriöses Auftreten
    Auch, wenn einem ohnehin schon unzählige brav frisierte Anzugträger auf Linkedin entgegenlächeln: Auf dieser Plattform geht es beim Profilfoto in erster Linie um Professionalität, der erste Eindruck muss passen. "Tragen Sie Kleidung, die Sie auch an Ihrem (zukünftigen) Arbeitsplatz tragen würden", sagt Mittelmeier. Je nach Branche muss das natürlich nicht zwingend ein Anzug sein, im Zweifelsfall ist es aber besser over- als underdressed zu sein. "Was aber wirklich wichtig ist, ist die Bildqualität", meint Mittelmeier. "Am besten eignen sich natürlich Fotos, die von Ihnen für Ihre Unternehmenswebseite gemacht wurden, als Profilbild." Ansonsten sei es ratsam, eine Freundin oder einen Freund mit einer guten Kamera um Hilfe zu bitten, so der Experte.
  1. Headerbild nutzen
    Ähnlich wie auf Facebook oder Twitter gibt es auf Linkedin die Möglichkeit, neben dem Profilbild auch ein persönliches Headerbild auszuwählen, dass dann ganz oben auf Ihrer Profilseite prangt. "Dieses Feature wird von vielen Nutzern nicht gut genutzt, beziehungsweise unterschätzt", sagt Mittelmeier. "Hier haben Sie die Chance, direkt mit einem persönlichen Bild aus Ihrem Arbeitsumfeld hervorzustechen. Seien Sie nur bitte nicht der Zigtausendste, der ein Foto der New Yorker Skyline wählt!"
     
  2. Lebenslauf up-to-date halten
    Der eigene Lebenslauf macht den Großteil eines Linkedin-Profils aus. Wichtig ist hier laut Mittelmeier, dass der regelmäßig aktualisiert wird: "Sie können Fortbildungen oder Seminare genauso angeben wie Online-Kurse, die sie absolviert haben. Wichtig ist vor allem, dass das, was hier steht, für Recruiter relevant ist. Ein Ferialpraktikum, das Sie vor zehn Jahren absolviert haben, können Sie also getrost streichen." Auch bei den angegebenen Fähigkeiten gilt: Relevanz (für die eigene Branche oder die angestrebte Position) vor Masse. "Hier ist außerdem wichtig, dass Sie Ihre Fähigkeiten realistisch einschätzen. Geben Sie bitte nichts an, dem Sie dann später nicht gerecht werden können - das gilt vor allem für Sprachkenntnisse", so Mittelmeier.
  1. Aktiv sein
    Auch wenn viele Linkedin als reine Jobbörse wahrnehmen, ist es ein florierendes Soziales Netzwerk - natürlich immer mit Business-Bezug. Am besten also, sie bleiben auch dann aktiv, wenn Sie einen Job gefunden haben. "Sie können ständig aktiv sein: Ihr Netzwerk auf- und ausbauen, Inhalte teilen, mitdiskutieren, bei Umfragen abstimmen und vieles mehr", sagt der Experte. Im Zuge dessen ist auch der letzte Punkt bedeutend:
     
  2. Authentizität vor erzwungener Professionalität
    Auch wenn der Anschein entstehen könnte, dass man auf Linkedin mit nur einer Taktik - nämlich völliger gelebter Professionalität - erfolgreich sein kann, so widerspricht Mittelmeier dem: "Wie so oft im Leben gilt auch auf Linkedin: Bleiben Sie immer so authentisch wie möglich." Das heißt in diesem Rahmen natürlich nicht, dass Sie ein Oben-Ohne-Bild vom Strand als Profilbild wählen sollten, wenn Sie gerne surfen - aber Sie können trotz Ihres seriösen Profilbildes natürlich Fotos posten, auf denen Sie gerade ein lockeres T-Shirt statt eines Hemds oder einer Bluse tragen. Mittelmeier empfiehlt sogar ausdrücklich, auch Beiträge zu posten, die man zwar interessant fand, die aber wenig bis gar nichts mit der eigenen Tätigkeit zu tun haben. "So zeigen Sie, welche Interessen bei Ihnen über Ihr berufliches Umfeld hinaus vorhanden sind", erklärt Mittelmeier. "Unter Umständen können Sie sich so langfristig auch als Expertin oder Experte positionieren."
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