© APA/AFP/BEHROUZ MEHRI

Wirtschaft
02/03/2020

Aktienkurse in China im freien Fall

Enorme Verluste am ersten Handelstag nach den verlängerten Ferien: 600 Milliarden Euro an Aktienwerten vernichtet.

Investoren, die sich aus Furcht vor einer Ausbreitung des Coronavirus von chinesischen Aktien trennen wollten, hatten keine Chance dazu. Die Börsen in Schanghai und Shenzhen waren seit 23. Jänner geschlossen. Die Ferien rund um das Neujahrsfest waren von amtlicher Seite bis vergangenen Sonntag verlängert worden.

600 Milliarden vernichtet

Am Montag ging es dann steil bergab. In Schanghai ging es um 7,72 Prozent, in Shenzhen um 8,45 Prozent nach unten. Viele Aktien fielen gleich zu Beginn des Handels um das Handelslimit von zehn Prozent. Innerhalb eines Börsentages wurden Werte von in Summe 600 Milliarden Euro vernichtet.

Um Panik zu verhindern, hatte Chinas Regierung vorher noch demonstrativ versucht, das Finanzsystem zu stärken und die Auswirkungen der Epidemie abzufedern, etwa durch eine ungewöhnlich hohe Geldspritze. Die Zentralbank stellte den Geschäftsbanken rund 156 Milliarden Euro an Liquidität zur Verfügung.

Laut dem Finanzdienst Bloomberg war die Geldspritze die größte seit dem Jahr 2004. Die Milliarden flossen im Rahmen von Repo-Geschäften. Dabei hinterlegen Banken Wertpapiere als Sicherheiten. Die Aktienkurse sackten trotzdem ab, auch der Yuan-Kurs gab nach.

An den europäischen Börsen hatte es die von Coronavirus-Ängsten ausgelösten Verluste schon in den vergangenen Tagen gegeben. Am Montag blieben die Anleger in Europa daher gelassen, an den meisten Aktienbörsen gab es leichte Gewinne.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.