© APA DANIEL KARMANN

Wirtschaft
02/16/2021

Adidas will US-Marke Reebok verkaufen

Ankauf erfolgte 2006 um mehr als 3 Mrd. Euro. Verkaufsprozess wurde bereits eingeleitet.

Der weltweit zweitgrĂ¶ĂŸte Sportartikelhersteller Adidas will sich von seiner US-Marke Reebok trennen. "Nach sorgfĂ€ltiger AbwĂ€gung sind wir zu dem Schluss gekommen, dass Reebok und Adidas ihr Wachstumspotenzial unabhĂ€ngig voneinander deutlich besser ausschöpfen können", sagte Vorstandschef Kasper Rorsted am Dienstag. Man habe deshalb einen Verkaufsprozess eingeleitet.

Neue Strategie

Die Entscheidung fĂŒr einen Verkauf hatte sich abgezeichnet, seit Rorsted an einer neuen Strategie fĂŒr die nĂ€chsten fĂŒnf Jahre arbeitete. Reebok war mit einem Sparprogramm und einer Neuausrichtung auf die Fitnesswelle in den vergangenen Jahren zwar in die Gewinnzone zurĂŒckgekehrt, hatte aber nie die Wachstumsraten der Kernmarke Adidas erreicht.

Adidas hatte Reebok 2006 fĂŒr mehr als drei Milliarden Euro gekauft, in der Hoffnung, damit dem grĂ¶ĂŸeren Konkurrenten Nike besser Paroli zu bieten. Finanzkreisen zufolge hat der Konzern die Investmentbank JPMorgan damit beauftragt, den Verkauf zu organisieren. Reebok könne rund eine Milliarde Euro einbringen.

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