Wirtschaft
04.04.2017

Ab heute ist der neue 50-Euro-Schein im Umlauf

Notenbanken bringen 5,4 Milliarden Stück unter die europäische Bevölkerung.

Europas Verbraucher können ab Dienstag den neuen 50-Euro-Schein in Händen halten. Über Geldautomaten, Bankschalter und den Handel geben Europas Notenbanken nach und nach 5,4 Mrd. Stück des überarbeiteten Scheins in Umlauf.

Neue Sicherheitsmerkmale

Die neue Banknote soll dank verbesserter Sicherheitsmerkmale schwieriger zu fälschen sein. Wie schon beim 20-Euro-Schein hat der neue 50-Euro-Schein ein "Porträt-Fenster". Wird die Banknote gegen das Licht betrachtet, erscheint im durchsichtigen Fenster am oberen Ende des Hologramms ein Porträt der Europa. Dies ist auch im Wasserzeichen zu sehen. Zudem gibt es eine sogenannte Smaragdzahl, auf der sich beim Kippen ein Lichtbalken auf und ab bewegt. Die Zahl verändert ihre Farbe von Smaragdgrün nach Tiefblau.

Optik

Die Europäische Zentralbank (EZB) nennt die neue Serie von Euro-Noten "Europa-Serie": Ein Porträt der mythologischen Gestalt Europa aus der Welt der griechischen Sagen - die Namensgeberin des Kontinents - ist an bestimmten Stellen auf den Geldscheinen abgebildet. Das Hauptmotiv "Zeitalter und Stile" mit architektonischen Abbildungen aus verschiedenen Epochen bleibt erhalten. Auch die bisherigen Hauptfarben der Scheine werden beibehalten. Die Farben sind aber kräftiger als in der ersten Serie. Neu ist auch, dass die Abkürzung für EZB in neun statt bisher fünf Sprachen auf die Geldscheine gedruckt ist.

Einführung und Gültigkeit

Die Notenbanken geben seit Dienstag 5,4 Milliarden Exemplare des neuen 50-Euro-Scheins an Kreditinstitute aus. Im Umlauf sind bereits neue Fünf-, Zehn- und 20-Euro-Scheine. In den kommenden Jahren sollen auch neue 100- und 200-Euro-Scheine eingeführt werden. Die 500-Euro-Note dagegen wird abgeschafft, weil sie laut EZB zunehmend von Kriminellen genutzt wird, um illegale Einkünfte zu verschleiern und Geld zu waschen.

Der Austausch der bestehenden 50-Euro-Banknoten durch die neue Europa-Serie erfolgt sukzessive. Die Banknoten beider Serien sind vorerst parallel im Umlauf und in den 19 Ländern des Euroraums gesetzliches Zahlungsmittel. Der Termin, zu dem Euro-Banknoten der ersten Serie ihre Gültigkeit als gesetzliches Zahlungsmittel verlieren werden, wird weit im Voraus bekannt gegeben. Sie behalten aber auch danach ihren Wert und können bei jeder Notenbank des Eurosystems unbefristet und kostenlos getauscht werden.

Wer am Dienstag zum Bankomaten geht, um einen neuen Fünfziger zu ziehen, könnte noch enttäuscht werden. Die Automaten geben nicht in jedem Fall sofort neue Scheine aus.

Der nächste in der Reihe

Der neue Fünfziger ist nach dem Fünfer, dem Zehner und Zwanziger der vierte Schein, der seit der Einführung der EU-Gemeinschaftswährung 2002 getauscht wird.