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© /Todor Tsvetkov/iStockphoto

Dieses Video bringt Sie garantiert zum Schmunzeln
04/29/2016

Dieses Video bringt Sie garantiert zum Schmunzeln

Kommenden Sonntag ist Weltlachtag. Lachen Sie mit.

Kommenden Sonntag ist es wieder soweit: Der Weltlachtag wird gefeiert. Humor ist derzeit wichtiger denn je: Denn wer lacht, sagt JA zum Leben, vergisst Ängste und bekommt wieder Kraft und neuen Mut. Das sehen auch die Rote-Nasen-Clowns, die mit diesem Video inspirieren wollen:

Fröhlich in den Tag starten Wenn der Tag fröhlich beginnt, geht er meist auch fröhlich weiter. Deshalb lohnt es sich, öfter mal in den Spiegel zu schauen und sich mit einer Grimasse zu begrüßen. Man kann sich auch einen schönen Tag wünschen und sich anlächeln. Das wirkt manchmal Wunder - bedeutet es doch, dass man sich selbst Freude und Spaß in den Alltag holen kann.

Nicht so oft ärgern Ihnen reißt zum dritten Mal der Faden beim Knopfannähen ab? Ärgern Sie sich mal nicht, sondern reißen Sie ihn doch einfach ein viertes Mal selbst ab. Vielleicht müssen Sie dann auch zu lachen beginnen und können sich freuen, dass Sie nichts Schlimmeres beschäftigt.

Lass dich überraschen! "Guten Tag, mein Name ist Marylin Monroe." Das stimmt natürlich nicht, das wissen Sie und die Person, die Sie ansprechen. Aber vielleicht haben Sie Ihr Gegenüber überrascht, kurz irritiert, zum Lachen gebracht? Dann ist der Zweck auch schon erfüllt. Es kann so einfach sein sich selbst und andere zu überraschen, etwas anders zu machen als allgemein üblich. Solche Überraschungen und Abweichungen vom Alltag können durchaus gute Laune machen.Öfter "Fasching" feiern Im Fasching verwandeln sich viele Menschen, schlüpfen in eine andere Rolle und atmen plötzlich auf. Dieses "aus-sich-heraus-treten" kann eine befreiende Wirkung haben. Es geht nicht darum, sich zu verstecken, hinter der Maske der Anonymität Regeln zu brechen oder auf Kosten anderer Spaß zu haben. Es geht ums Positive, das gefeiert wird. Ein ganz persönlicher, kleiner Fasching sozusagen. Den kann man immer wieder mal feiern, auch mitten im Jahr. Wie der Clown, der das täglich macht und dabei versucht, seine Lust am Sein und Verwandeln zu versprühen und weiterzugeben. Er ist neugierig, behauptet alles zu sein und alles zu können. Dabei lernt er die Welt und seine Menschen immer wieder neu kennen und lieben. Und ein schönes Gefühl macht sich breit - die Lebensfreude. Probieren Sie es aus und genießen Sie auch Ihren ganz persönlichen Fasching - nicht nur im Fasching.Für besonders Mutige - die Königsklasse Betreten Sie den Aufzug mit den Worten: "Die Fahrkarten bitte. Dankeschön und noch eine gute Reise. Fahren Sie nicht so schnell." Was dann passiert? Sie werden es sehen. Nur so viel sei verraten: Die Chancen stehen gut, dass Sie am Abend fröhlich schlafen gehen.

André Riot Sarcey: Der Clown-Professor aus Frankreich

Ein Augustin stolperte in die Manege. Er hielt eine Trompete in der Hand. Die Hose war ihm zu groß, der breite Mund reichte von Ohr zu Ohr: "Wo ist hier der Eingang?", fragte der Mann mit französischem Akzent und großen Augen. Das Publikum im Zirkuszelt tobte vor Lachen. André Riot Sarcey konnte zufrieden sein mit seinem Auftritt im "Circus Roncalli". Dieser gastierte 1976 erstmals in St. Marx, im dritten Wiener Gemeindebezirk. Der Franzose gehört zu den wenigen heute noch lebenden Clowns, die anfangs dabei waren. Zirka sechs Monate tourte der damals 35-Jährige mit dem Zirkus durch Österreich und Deutschland.

Heute, 40 Jahre später, ist er wieder in Wien – um Clowns zu coachen. Sarcey ist Clownprofessor. Er gründete die Gruppe "Les Nouveaux Nez" und "La Cascade", ein Zentrum für Clownerie in Südfrankreich. Er schreibt Stücke, tritt selber auf und bildet andere aus. Zum Beispiel "Rote Nasen" oder "CliniClowns", die kranke Kinder in Krankenhäusern oder Menschen in Altersheimen besuchen. "Ich habe früh erkannt, dass mir Kinder und Erwachsene zuhören, wenn ich Geschichten erzähle, mit vielen Worten oder durch Pantomime. Man sieht, wie Vorstellungskraft und Kreativität wachsen und glitzern." Egal, ob Spital oder Zirkuszelt, das Publikum macht für ihn keinen Unterschied – die Rolle muss funktionieren. "Es ist die beste Möglichkeit, um Zeit stehen zu lassen und andere zum Lachen zu bringen", sagt André, trinkt den Kaffee aus und geht gegenüber ins Theater Olé, einem kleinen Ort für Clownerie in Wien-Landstraße.

Hier sitzt der Professor am Boden des Kellerraumes. Ungeschminkt, ohne rote Nase, leger in Jeans und grauem Pullover. Acht "CliniClowns" sitzen rund um ihn in einem Kreis. Ihre Hüte, bunte Hosen, Strümpfe und rote Nasen sind in Taschen und Koffern verstaut, die Kostüme sind Nebensache. "Der Mensch hinter der Figur ist das Wichtigste", erklärt André und zeigt die erste Übung vor. Er steht auf, sagt ein Wort, macht eine Geste und setzt sich wieder hin. "Ruhig sein, nicht bewegen, sich bewusst machen, was man tut." Er schlägt die Hände übertrieben weit auseinander. "Bitte nichts vorgefasstes machen, das soll spontan passieren."

Beobachten lernen

Die Clown-Schüler machen es nach, jeder einzeln. Es geht um Konzentration und um Disziplin. André rückt seine Brille zurecht. Den anderen rät er, aufmerksam hinzusehen, sie müssen einander später imitieren. "Der Clown sieht alles, will alles wissen und beobachten."

Gelernt zu beobachten hat André von klein an. Er wuchs mit vier Geschwistern am Land auf: "Ich war immer auf mich alleine gestellt – ohne Großeltern und mit schweigenden Eltern." Das genaue Beobachten der Natur, der Tiere und Pflanzen inspirierte ihn. Aber auch das Studieren anderer, etwa in Feriencamps. Als 14-Jähriger passte er auf Jüngere auf. "Ich lernte mit ihnen und begann zu erkennen, dass ich selber wissender und besser werde, wenn ich ihnen etwas beibringe", sagt er.

Zum Clown wurde er erst in seinem zweiten Leben, erklärt er und lacht. Zuvor unterrichtete er als Volksschullehrer. Wegen seiner Beobachtungsgabe riet man ihm, nach Paris zu gehen – an die Ecole Internationale de Théâtre von Jacques Lecoq, einem renommierten Theaterpädagogen, Schauspiellehrer und Pantomimen. "Ich lernte kreativ zu sein, nichts auswendig zu lernen." Das alleine macht noch keinen guten Clown aus: "Er muss sensibel, ehrlich sein und eine gute Menschenkenntnis haben", sagt der 75-Jährige heute. Vor allem aber zeige der Clown alle Schwächen eines Menschen: schlechtes Gedächtnis oder Tollpatschigkeit. Warum er heute andere lehrt? "Ich habe gelernt, dass ich besser bin, wenn ich andere ausbilde." Wie einst im Feriencamp. Und wie heute im Theater Olé.

Zu sich finden

Dort sind die Teilnehmer mit der ersten Übung fertig: Sie dürfen in ihre Rollen schlüpfen, die Dr. Rotznase oder Dr. Spaghettini heißen. Sie packen Ukulelen, Hüte, Plastikblumen aus, ziehen bunte Strümpfe, Hosen oder Ballettröckchen an. "Beim Umziehen ruhig werden, nicht herumreden, zu sich und in seine Rolle finden", sagt André und zieht sich den zu langen Mantel an, der die zu große Hose bedeckt. Zum Schluss kommt die rote Nase. Sie macht den Clown vollkommen.

Kritisch beäugt er einen Schüler, der sich in der Pantomime durch den Raum bewegt. "Du machst den Clown, aber du bist es nicht", stellt André fest. Als der Schüler später auf einem Sessel sitzt, sagt er ihm, dass er nun viel mehr Clown sei: "Die Komik kommt von allein, wenn ich bei mir bin, mir treu bin." Für André Riot Sarcey haben Clowns eine tragische Seite, sie tragen die Menschheitsgeschichte in sich: "Sie lachen nicht, sie bringen andere zum Lachen." 50 Jahre trägt André die rote Nase schon. Für ihn ist es Zeit, seine Memoiren zu schreiben. "Das Geschriebene bleibt lebendig und ein Clown existiert nur, wenn er lebendig ist."

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