Einem Teil der Krebserkrankungen kann man davonlaufen.

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Wie stark Bewegung das Krebsrisiko senkt

Wie stark Bewegung das Krebsrisiko senkt

Bei 13 von 26 Erkrankungen positive Auswirkungen nachgewiesen.

05/17/2016, 09:30 AM

Dass Bewegung gesund ist - keine Frage. Auch dass damit ganz allgemein das Risiko fĂŒr Krebserkrankungen gesenkt werden kann, war schon bisher klar, vor allem bei Darm- und Brustkrebs gab es dazu entsprechende Daten. Doch jetzt zeigt eine große Studie des nationalen US-Krebsforschungsinstitutes (US Cancer Institute) in Bethesda, Maryland, wie groß der Effekt tatsĂ€chlich ist, und zwar bei 13 verschiedenen Erkrankungen: Sie analysierten die Daten von zwölf Studien mit insgesamt 1,4 Millionen Teilnehmern. Ihre in diesen Studien gemachten eigenen Angaben zu ihrem tĂ€glichen Bewegungsausmaß wurden mit der HĂ€ufigkeit von Krebserkrankungen in einem Zeitraum von elf Jahren in Verbindung gesetzt.

Eindrucksvolle Ergebnisse

Das Risiko fĂŒr Speiseröhrenkrebs ging um fast die HĂ€lfte (42 Prozent) zurĂŒck, jenes fĂŒr Leberkrebs immerhin noch um 27, fĂŒr Lungenkrebs um 26 Prozent. Die genauen ProzentsĂ€tze fĂŒr alle Krebserkrankungen sehen Sie in der Infografik ganz unten. Wobei die Ergebnisse auf ein Ausmaß von 150 Minuten moderate AktivitĂ€t (z.B. langsames Laufen, zĂŒgiges Gehen, Radfahren) oder 75 Minuten intensive AktivitĂ€t (z. B. rasches Laufen, zĂŒgiges Schwimmen) in der Woche bezogen sind.

Je höher das Bewegungsausmaß, umso stĂ€rker waren die positiven Auswirkungen.

Effekte auch bei Rauchern

Insgesamt zeigten sich positive Effekte fĂŒr die HĂ€ufigkeit von 13 von 26 untersuchten Krebsarten. Und: Die RĂŒckgĂ€nge waren unabhĂ€ngig vom Körpergewicht und dem (frĂŒheren) Zigarettenkonsum der jeweiligen Personen.

Auf alle Krebsleiden hochgerechnet zeigte sich ein, dass zumindest eine von 14 Erkrankungen durch Bewegung verhindert werden kann.

Die Studienautoren waren besonders von dem starken RĂŒckgang bei Speiseröhrenkrebs beeindruckt: Denn das ist ein immer noch schwer zu behandelnder Krebs mit einer hohen Sterberate.

Geringeres Alzheimerrisiko?

Auch zwei weitere neue Studien belegen die positiven Effekte regelmĂ€ĂŸiger Bewegung: Bei körperlich fitten Menschen konnten Forscher der UniversitĂ€t von Kentucky jetzt eine bessere Versorgung von HirngefĂ€ĂŸen mit Sauerstoff und wichtigen NĂ€hrstoffen nachweisen. Und zwar besonders auch in Hirnregionen, die eine entscheidende Rolle bei der Entstehung von Demenzerkrankungen spielen. "Die Blutversorgung war verbessert", sagt Studienleiter Nathan Johnson. Das könnte das Risiko fĂŒr die Entstehung von Demenzerkrankungen wie Alzheimer reduzieren.

Mehr Kraft fĂŒr die Lunge

Und wer noch ein drittes Argument benötigt, um sich aufzuraffen und die Couch hinter sich zulassen: Der altersbedingte RĂŒckgang der LungenkapazitĂ€t kann durch regelmĂ€ĂŸige Belastung ebenfalls gesenkt werden.

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