Wellness
17.11.2018

Warum Seife besser ist als Duschgel und Shampoo

Warum Pflegeprodukte in fester Form nicht nur besser für die Umwelt sind, sondern auch für die Haut.

In den sechs Jahren, seit es diese Kolumne gibt, habe ich zum Artikel über das Dilemma mit meiner Kopfhaut die allermeisten Zuschriften bekommen. Es ging um die Odyssee auf der Suche nach einem Shampoo, bei dem die Haut nicht juckt, schuppt oder mir das Gefühl gibt, mir den Kopf kahl rasieren zu wollen.

Unzählige Leser haben Erfahrungen und Tipps mit mir geteilt. Viele davon habe ich inzwischen probiert – mal mit mehr Erfolg, mal mit weniger. Und ich sag’s gleich, die ultimative Lösung habe ich noch immer nicht gefunden. Auch mehrere konsultierte Hautärzte haben bestätigt: Wer unter irritierter Kopfhaut leidet, hantelt sich meistens von einem Produkt zum nächsten.

Fix ist aber, Flüssigprodukte verursachen tendenziell mehr Probleme: Feuchtigkeitsspender, Konservierungs-, Rückfettungs- und Verdickungsmittel sowie Säuren sorgen zwar für gewünschte Konsistenz und PH-Wert – gleichzeitig erhöht der Chemie-Cocktail aber auch das Risiko für Allergien und Hautreizungen.

Umgekehrt ist herkömmliche Seife zwar leicht alkalisch, aber trotzdem meist verträglicher für Haut und Umwelt. Das liegt nicht nur an den Inhaltsstoffen, die in der Regel besser abbaubar sind, man braucht auch keine Plastikflaschen und -tuben.

Dass sich die Seife wieder mehr Platz in unseren Badezimmern zurückerobert, zeigt sich auch in den Drogerien: Vor allem Öko-Marken setzen jetzt auf festes Shampoo in Seifenform (z.B. alverde Kokos oder Mandarine-Basilikum oder vegane Produkte von Tinktura, 60 g je 4,95 €). Aber auch kleine Anbieter haben viel Auswahl für individuelle Bedürfnisse – etwa Hautsinn (www.hautsinn.com, 50 g ab 9 €) oder Wiener Seife (wienerseife.at, 125 g ab 8 €). Mein Kopfhaut-Dilemma ist zwar noch nicht ganz gelöst, aber die Irritationen fallen deutlich milder aus. Fortsetzung folgt.

Fazit:

Für Saubermänner und -frauen und alle, denen nicht egal ist, was sie sich auf Haut und Haare schmieren und in die Umwelt kippen. Nicht zuletzt ist Seife durch ihre bessere Dosierbarkeit viel ergiebiger – außerdem darf sie ohne spezielle Verpackung mit in den Flieger.

laila.daneshmandi@kurier.at