Paare, die zusammenleben, teilen fast alles.

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Liebende teilen alles - auch Bakterien

Liebende teilen alles - auch Bakterien

Paare, die zusammenleben, teilen so gut wie alles. Das Bett, das Bad, die Couch, die Toilette. Was Liebende noch teilen? Jede Menge Bakterien.

08/07/2017, 04:00 AM

Im Zuge einer Studie, die von der American Society for Microbiology veröffentlicht wurde, wurden die Mikroorganismen der Haut von zehn sexuelle aktiven, heterosexuellen Paaren, die in einer Wohnung zusammenleben, untersucht.

330 Tupfer, 17 Körperstellen

Nachdem 330 Hauttupfer, mit denen an 17 K√∂rperstellen jedes Probanden Proben genommen wurde, analysiert wurden, zeigte sich, dass die Hautflora eines Partners jene des anderen in seiner Beschaffenheit beeinflusst. Damit nicht genug: Mittels eines Computer-Algorithmus, der sich aus den gesammelten Daten speiste, konnten die Paare sogar miteinander gematcht werden ‚Äď und zwar mit 86-prozentiger Trefferwahrscheinlichkeit.

"Der √ľberraschendste Aspekt der Studie war, dass wir einen mikrobiellen Fingerabdruck identifizieren konnten, den zusammenlebende Paare teilen", erkl√§rte Josh Neufeld, Biologen an der University of Waterloo und Koautor der Studie, in einem E-Mail an die New York Times. Die K√∂rperstelle an der dieser Fingerabdruck bei Paaren am st√§rksten ausgepr√§gt ist? Die F√ľ√üe!

Die Forscher gehen davon aus, dass die Mikroorganismen √ľber die Haut des anderen und Bakterien im Haushalt aufgenommen werden. Der Mensch verliert st√ľndlich √ľber eine Million biologische Partikel. √úber die F√ľ√üe ‚Äď beispielsweise in der Dusche oder w√§hrend man durch die Wohnung geht ‚Äď k√∂nnen diese am einfachsten aufgesammelt werden. Wer sich nun ekelt, der kann beruhigt werden: In der Regel sind Bakterien, die auf der Haut vorkommen, harmlos oder sogar f√∂rderlich f√ľr die Gesundheit.

Neben den F√ľ√üen teilen Sexualpartner mikrobielle Strukturen auch am Oberk√∂rper, im Nabel und auf den Augenlidern. Vor allem der Austausch √ľber das Bett beziehungsweise die Bettw√§sche f√ľhre hier zu Angleichung, so die Wissenschafter.

Weitere Studien nötig

Da die Stichprobe der Studie sehr klein gewesen sei, k√∂nne man den Forschern zufolge keine alleing√ľltigen Aussagen treffen. Folgestudien, die auch homosexuelle Paare und Paare unterschiedlicher Nationalit√§ten miteinbeziehen sowie eine gr√∂√üere Stichprobe enthalten w√§ren w√ľnschenswert.

Sinnhaft seien derartige Forschungsvorhaben, weil man damit die Übertragung von tatsächlich gefährlichen Bakterien in öffentlichen Räumen durch spezielle Design-Elemente verringern könnte, betont Neufeld.

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