Wellness
11.07.2017

Darum sind Cranberries gut für die Darmbakterien

Bestandteile in den Zellwänden tragen zur Vermehrung von Bifidusbakterien bei.

Manche Nahrungsinhaltsstoffe – vor allem Zellwände von Pflanzen – kann der Mensch nicht verdauen. Aber diese sogenannten Prebiotika liefern nützlichen Bakterien im Darm ausreichend Futter, um sich zu vermehren: Sie können sie in verwertbare Moleküle und andere Bestandteile, die die Darmflora gesund halten, aufbrechen.

Nützliche Nahrung

Forscher der University of Massachusetts Amherst fanden nun heraus, dass spezielle, unverdauliche Zuckerarten in Cranberries – sogenannte Xyloglucane – genau diese positive Funktion im Darm haben. Das Team um den Mikrobiologen David Sela stellte fest, dass Bifidobakterien im Darm sich von Xyloglucanen ernähren, schreiben sie in ihrer Studie im Fachblatt Applied and Environmental Microbiology. Es handele sich um die erste Studie, in der gezeigt werden konnte, dass manche Bifidobakterien Xyloglukane konsumieren und in spezieller Weise verarbeiten. Die Forscher vermuten, dass dies auch positiv auf den Rest der Bakterienfamilie im Darm wirkt.

Basis für Future Food?

Die neuen Erkenntnisse könnten zukünftig in Nahrungsmittel oder Nahrungsergänzungsmittel auf Basis von Cranberries einfließen. Aber zuvor sollen in den nächsten Studien die Interaktionen von Xylogucanen in Cranberries mit anderen Bakterienarten untersucht werden.