Wellness
21.10.2017

Britische Gesundheitsbehörde feuert gegen Rassisten

Die britische Gesundheitsbehörde hat gekonnt auf den rassistischen Kommentar eines Twitter-Users reagiert.

Die britische Gesundheitsbehörde National Health Service, kurz NHS, toleriert keine rassistischen Kommentare. Auf dem Twitter-Account der für Blutspenden zuständigen Unterorganisation des NHS wurde vor einigen Monaten ein Aufruf geteilt. Im Posting wurde betont, dass man schwarze Menschen suche, die Blut spenden.

Der Grund: Die Blutspenden würden zur Behandlung der Sichelzellkrankheit, auch Sichelzellenanämie genannt, dringend benötigt. Bei Sichelzellenanämie handelt es sich um eine erbliche Erkrankung der roten Blutkörperchen. Bei Betroffenen kommt es zu einem vermehrten Abbau der roten Blutkörperchen durch eine angeborene Fehlbildung im Hämoglobin, dem roten Blutfarbstoff. Die Erkrankung betrifft vorwiegend die afrikanisch-stämmige Bevölkerung.

Nachdem der Aufruf auf dem Kurznachrichtendienst veröffentlicht wurde, fühlte sich ein User namens "lmGrunenWalde" dazu bemüßigt, einen rassistischen Kommentar darunter zu hinterlassen. Er schrieb: "Wenn wir alle Schwarzen abschieben, dann haben wir das Problem nicht mehr." Das berichtet die Huffington Post.

Der NHS reagierte prompt und twitterte: "ODER ...wir schieben einfach dich ab." Und weiter: "Wir würden Sie nicht als Blutspender bei uns willkommen heißen, also kommen Sie bitte nicht vorbei."

Die Antwort der Gesundheitsorganisation verbreitete sich daraufhin viral und erntete viel Zuspruch auf Twitter. Der rassistische Kommentar und der Account des Urhebers wurden mittlerweile gelöscht.