WhatsApp nicht mehr gratis? Kostenpflichtiges Abo-Modell für 2,49 Euro
Symbolbild
WhatsApp war über viele Jahre für seine Nutzer kostenlos und werbefrei. Diese Zeit neigt sich nun offenbar dem Ende zu: Der Mutterkonzern Meta hat mit der Einführung eines kostenpflichtigen Premium-Abos namens "WhatsApp Plus" gestartet. In den kommenden Wochen wird die Option nach und nach mehreren Accounts ausgespielt.
WhatsApp Plus für 2,49 Euro im Monat – was kann das?
Die grundlegenden Funktionen wie das Senden und Empfangen von Text-, Audio- und Videonachrichten bleiben jedoch weiterhin gratis. Wer darüber hinaus zusätzliche Features haben möchte,
- etwa exklusive Sticker,
- spezielle Klingeltöne
- oder erweiterte Möglichkeiten zur optischen Gestaltung der App,
muss künftig dafür bezahlen. Die Kosten sollen sich auf 2,49 Euro (Europa) pro Monat belaufen. Laut WABetaInfo ist WhatsApp Plus zunächst nur für Android-Nutzer verfügbar, für iOS-Nutzer folgt die Funktion erst später.
Werbefreie Nutzung kostet rund 4 Euro
Wie Tech-Portale Anfang des Jahres übereinstimmend berichteten, gab es zudem konkrete Hinweise auf die Einführung einer Bezahlschranke hinsichtlich Werbeanzeigen. So zeigen erste Tests der neuen Beta-Version, dass künftig kostenpflichtige Abos zur werbefreien Nutzung integriert werden könnten.
Demnach könnte das Abo rund 4 Euro pro Monat kosten, wenn man Werbung deaktivieren will. Die Abo-Option lässt sich über den Google Play Store verwalten und kündigen.
Warum dieser Schritt?
Ein wesentlicher Grund für diesen Kurswechsel liegt wohl in europäischen Vorschriften: Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und vor allem der Digital Markets Act (DMA) verlangen, dass Nutzer eine echte Wahl haben müssen – zwischen personalisierter Werbung und einer werbefreien Nutzung. Anbieter dürfen Nutzern die Alternative zur Datennutzung nicht ohne eine Gegenleistung verweigern.
Daher plant WhatsApp offenbar gerade für die EU und Großbritannien ein solches Abo-Modell. Die Werbung im Updates-Bereich wird gesetzlich eher als zulässig betrachtet, wenn der Nutzer nicht gezwungen ist, sie zu akzeptieren
Kostenlos bleibt – aber mit Bedingungen
Zusammengefasst bedeutet der aktuelle Stand:
- WhatsApp bleibt kostenlos nutzbar, aber Werbung erscheint im Updates-Tab.
- Wer diese Werbung nicht sehen will, soll künftig ein monatliches Abo bezahlen.
- Ein offizielles Statement von WhatsApp/Meta zur Preisgestaltung oder Verfügbarkeit fehlt bislang.
- Regulatorischer Druck in der EU/UK motiviert den Schritt – und könnte Vorbild für weitere Märkte sein.
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