Lyriden-Sternschnuppenschauer: Zu dieser Uhrzeit ist die Sicht am besten
Sternschnuppennacht: In der Nacht vom 22. auf den 23. April 2026 sind die Lyriden, ein Meteorstrom, in Österreich besonders gut zu sehen. (Symbolbild)
Die Lyriden sind ein jährlich wiederkehrender Meteorstrom, der uns im April mit bis zu 23 Sternschnuppen pro Stunde ein beeindruckendes Spektakel am Nachthimmel bietet. Wann hat man die besten Chancen, den Sternschnuppenregen in Österreich zu beobachten?
Wann ist Sternschnuppennacht im April?
In der Nacht vom 22. auf den 23. April erreichen die Lyriden, die ungefähr vom 14. bis 30. April aktiv sind, laut ARD Alpha ihren Höhepunkt und bescheren uns zwischen 14 und 23 Meteore pro Stunde.
Und das Beste vorweg: Die Mondbedingungen sind heuer ideal. Der Himmelskörper stört dieses Mal kaum, da er sich in der zunehmenden Phase befindet (erst am 1. Mai erwartet uns wieder ein Vollmond). Dadurch bleibt der Himmel vergleichsweise dunkel, sodass auch schwächere Sternschnuppen gut mit bloßem Auge sichtbar sind.
Wo kann man die Lyriden am besten beobachten?
Am besten zu sehen sind die funkelnden Lichtstreifen nach Monduntergang gegen etwa 2:20 bis 2:30 Uhr, wenn der Himmel deutlich dunkler wird. Generell gilt: Die Zeit nach Mitternacht bis kurz vor der Morgendämmerung bietet die größten Chancen auf viele sichtbare Sternschnuppen. Idealerweise beobachtet man die Lyriden, die zu den ältesten bekannten Meteorströmen gehören, abseits der Lichter der Städte. Je dunkler die Umgebung, umso besser sind die Sichtbedingungen.
Lyriden stammen vom Kometen Thatcher
Wie ARD Alpha erklärt, liegt der Radiant des Meteorstroms im Sternbild Leier (lateinisch Lyra), das sich nahe dem hellen Stern Wega befindet. Die Lyriden gehen auf den Kometen Thatcher zurück. Es handelt sich um winzige Staubpartikel, welche der Komet auf seiner Bahn im Sonnensystem hinterlässt. Sobald die Erde diese Staubspur durchquert, verglühen die Teilchen in der Atmosphäre und der Meteorstrom wird als Sternschnuppenschauer sichtbar.
Was sind Sternschnuppen und wie entstehen sie?
Sternschnuppen entstehen laut dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt, wenn sich kleinste Staub- und Gesteinsteilchen aus dem Weltraum auf die Erdatmosphäre prallen und durch die Reibungshitze verglühen. Moleküle entlang der Flugbahn werden dadurch zum Leuchten angeregt und hinterlassen eine leuchtende Spur.
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