Nach Sommerferien: Klassenzimmer voller Schimmel – Lehrerin gefeuert?
Eine US-amerikanische Lehrerin soll aus ihrem Job entlassen worden sein, weil sie auf TikTok ihr verschimmeltes Klassenzimmer gezeigt hat. (Symbolbild)
Eine Lehrerin aus Tampa, Florida, hat ihre Anstellung als Volksschulpädagogin verloren, nachdem sie auf TikTok ein Video über ihr Klassenzimmer veröffentlicht hat. Darin war zu sehen, wie der komplette Raum völlig verschimmelt war, nachdem sie aus den Sommerferien zurückgekommen ist.
Verschimmeltes Klassenzimmer nach Sommerferien
Laut einem mittlerweile gelöschten TikTok-Video war die Frau, die als „Miss Sanchez“ auf der Plattform bekannt ist, gerade aus den Sommerferien in ihr Klassenzimmer zurückgekehrt, als sie den Schimmelbefall bemerkte. Das dekorierte Klassenzimmer, in dem laut der Pädagogin „viel Geld“ aus der eigenen Tasche hineingeflossen ist, war komplett ruiniert.
„Wir werden dafür nicht genug bezahlt. Das ist lächerlich. Für einen Raum, den ich ein ganzes Jahr lang sauber gehalten habe, nur um zurückzukommen und ihn total zerstört vorzufinden“, sagte die frustrierte Lehrerin, der mehr als 25.500 Menschen auf TikTok folgen.
Die Stühle, Schränke, Bilderrahmen, Wände, Schreibtische, Poster und Bücher waren alle mit Schimmelflecken bedeckt. Sanchez erklärte weiter, dass genau solche Vorfälle der Grund sind, warum viele Menschen sich gegen einen Beruf im Bildungssektor entschieden. Die Tatsache, dass viele Pädagogen und Pädagoginnen ihr eigenes Erspartes für ihre Notwendigkeiten im Klassenzimmer anzapfen müssten, würde den Job zusätzlich unattraktiver machen.
Keine Klimaanlage soll zu Schimmel geführt haben
Der Grund für den Schimmelbefall soll eine defekte Klimaanlage gewesen sein, die den ganzen Sommer lang nicht in Betrieb war. Diese Vermutung bestätigte auch eine Userin auf TikTok. In vielen Fällen werden die Klimaanlagen ausgeschaltet, um Geld zu sparen. Die hohe Luftfeuchtigkeit würde jedoch zu Schimmelbildung führen.
Auch die Tatsache, dass Lehrer und Lehrerinnen oft ihr eigenes Geld für Schulutensilien benutzen müssen, konnte eine Userin auf X nachvollziehen: „Ich kann ihre Aussage bestätigen. Als ich unterrichtete, bekamen wir 100 Dollar pro Jahr, um Unterrichtsmaterialien zu kaufen. Das ist absoluter Mist. Wenn ein Klassenzimmer gut dekoriert und einladend aussieht, hat die Lehrkraft das aus eigener Tasche bezahlt.“ 100 US-Dollar sind umgerechnet circa 86 Euro.
Lehrstelle verloren wegen Video?
Das Video wurde kurz danach von der Content Creatorin gelöscht. Anschließend war auch ihr TikTok-Account offline. Mittlerweile ist das Konto wieder aufrufbar, doch die Videos der US-Amerikanerin tauchen nicht mehr auf. Zudem verbreiten sich im Netz zahlreiche Gerüchte: Miss Sanchez soll ihren Job verloren haben, nachdem sie das Video veröffentlicht hatte. Zahlreiche User und Userinnen im Netz diskutieren über die Aufnahmen und raten der Pädagogin, dass sie die Schule verklagen sollte.
Weder die TikTokerin noch der Schulbezirk haben sich zu dem Vorfall geäußert.
Kommentare