"Miau, miau" im Cockpit: Piloten droht nach Funk-Scherz Ärger

Piloten imitierten Katzen- und Hundegeräusche über Funk. Die Audioaufnahme geht in den sozialen Medien viral.
Piloten sitzen im Cockpit bei blauem Himmel

Die Tonbandaufnahme zweier Piloten, die über Funk Tiergeräusche imitieren, sorgt derzeit in den sozialen Medien für Erheiterung. Für die Beteiligten könnte die Aktion jedoch weniger lustige Konsequenzen haben.

Piloten geben Tiergeräusche über Funk von sich

"Miau, miau", hört man einen der Piloten in einer hohen Tonlage sagen. Ein anderer Teilnehmer auf derselben Frequenz, mutmaßlich von der Flugsicherung, reagiert prompt mit einer Mahnung: "Ihr solltet euch wirklich wie professionelle Piloten verhalten." Statt eines sachlichen Funkverkehrs folgen weitere Miau-Laute und schließlich nachgeahmtes Hundegebell. 

Die trockene Rückmeldung darauf: "Deshalb fliegt ihr immer noch Regionaljet". Viele junge Piloten beginnen ihre berufliche Laufbahn bei Regionalgesellschaften. 

"Meow, meow": Tonbandaufnahme geht viral

Der Vorfall ereignete sich laut ABC News am 12. April während eines Flugs auf einer Frequenz der Flugsicherung am Ronald Reagan Washington National Airport. 

Die Audioaufnahme stammt von der Air Traffic Control (Funkverkehr der Flugsicherung), wo entsprechende Mitschnitte gesammelt werden. Genau dieser ungewöhnliche Ausschnitt verbreitete sich anschließend auf Social Media und ging viral. 

Luftfahrtbehörde ermittelt

Wie The New York Times und New York Post übereinstimmend berichten, hat die US-amerikanische Luftfahrtbehörde FAA inzwischen eine Untersuchung eingeleitet. In einer Stellungnahme der FAA heißt es: 

"Die Vorschriften der FAA verbieten es Piloten, unterhalb von 10.000 Fuß Höhe nicht notwendige Gespräche zu führen. Gespräche müssen sich auf den sicheren Betrieb des Flugzeugs beziehen. Die FAA untersucht alle Situationen, in denen Piloten möglicherweise gegen Vorschriften verstoßen haben."

Ob es konkrete Strafen gibt, ist Gegenstand der Ermittlungen. Entscheidend hierfür ist auch, welche ATC-Frequenz verwendet wurde. Denn die sogenannte "Guard Frequency" beispielsweise ist nur für Notfälle gedacht. 

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