Verkündete ihren Tod selbst: Lehrerin (39) an ALS gestorben
Influencerin Sara Bennett (39) an ALS gestorben: Die Lehrerin verkündetet ihren Tod selbst in einem vorbereiteten Instagram-Beitrag.
Mehr als 107.000 Menschen verfolgten das Leben und den Krankheitsverlauf der US-amerikanischen Sozialkundelehrerin Sara Bennett (39) auf Social Media. Die zweifache Mutter erhielt im März 2023 die Diagnose ALS, eine bislang unheilbare Erkrankung des Nervensystems. Am Dienstag wurde ihr Tod in einem von ihr selbst vorbereiteten Instagram-Beitrag bekannt gegeben.
Was ist ALS?
Laut dem öffentlichen Gesundheitsportal Österreichs handelt es sich bei der Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) um eine seltene Erkrankung des zentralen Nervensystems. Sie führt zur Zerstörung bestimmter Nervenzellen und in weiterer Folge zu fortschreitender Muskelschwäche und Lähmungen.
Im Verlauf der Erkrankung verlieren Betroffene zunehmend die Fähigkeit, sich zu bewegen, zu sprechen, zu schlucken oder selbstständig zu atmen. Das Bewusstsein und die geistige Leistungsfähigkeit bleiben dabei in der Regel erhalten.
Unheilbare Erkrankung des Nervensystems
Zwar stehen verschiedene Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung, die den Krankheitsverlauf verlangsamen und die Symptome lindern können, heilbar ist ALS jedoch bisher nicht. Etwa die Hälfte der Patienten verstirbt innerhalb der ersten drei Jahre nach der Diagnose. Überlebenszeiten von mehr als zehn Jahre sind selten.
Einer der bekanntesten Betroffenen war der Physiker Stephen Hawking.
Influencerin erhielt 2023 ALS-Diagnose
Bennett startete ihren Instagram-Account im Jahr 2020, um Einrichtungstipps zu teilen, wie Daily Mail berichtet. Drei Jahre später, nach ihrer ALS-Diagnose, änderte sich ihr Fokus: Die Influencerin sprach ganz offen über ihren Familienalltag, um auf die Krankheit aufmerksam zu machen und Betroffenen Mut zu geben.
Bereitete Text für ihren Todestag vor
Die 39-Jährige verbrachte die letzten Jahre im Rollstuhl und wusste, dass ihr nicht mehr viel Zeit bleibt. Sie kommunizierte klar, dass sich ihre Erkrankung weiter verschlimmern würde. Daher bereitete sie einen Text vor, der an ihrem Todestag veröffentlicht wurde:
"Ich habe keine Schmerzen und bin nicht müde. Ich kann lachen, sprechen und mich bewegen. Wenn ich auf die letzten Monate meines Lebens zurückblicke, bin ich froh, dass ich nicht plötzlich gegangen bin, selbst mit meinem Leiden. [...] Ich habe dieses Leben geliebt und bin dankbar für die Zeit."
Ein Schwarzweiß-Porträt zeigt die lebensfrohe Sozialkundelehrerin lachend – so, wie sie in Erinnerung bleiben möchte. Trotz ihrer Einschränkungen und des beschwerlichen Alltags bewahrte sie sich stets unerschütterlichen Lebensmut:
"Wenn ein Kurswechsel nötig ist, selbst unter den schlimmsten Umständen, muss die neue Richtung nicht nur negativ sein. [...] Ob wir wollen oder nicht: Das Leben geht weiter. Die Entscheidung ist, ob wir diesen Weg positiv gestalten, ist eine Entscheidung."
Bennett hinterlässt ihren Ehemann und zwei Kinder.
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