© KURIER

KURIER Gespräche
05/02/2014

1914 - Der Anfang vom Ende der Habsburger Monarchie

Diskutieren Sie mit Karl Habsburg und Georg Markus über den 1. Weltkrieg und den Anfang vom Ende der Habsburger Monarchie.

In den KURIER Gesprächen stellen sich jeden Monat namhafte Personen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, sowie KURIER-Redakteure den Fragen der Leser und Leserinnen. Diesmal begrüßt Chefredakteur Helmut Brandstätter den Enkel des letzten österreichischen Kaisers Karl Habsburg und Geschichtsexperten Georg Markus! Wir freuen uns auf rege Beteiligung.

Karl Habsburg und Georg Markus im Gespräch mit Helmut Brandstätter

Wann? Montag, 23. Juni 2014, 18 Uhr
Wo? Raiffeisen Forum (Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Platz 1, 1020 Wien)

Anmeldung unter: events@kurier.at
Der Eintritt ist frei.

Karmasin bei den KURIER-Gesprächen

Es ist eine Paradoxon, das es in vielen westlichen Ländern gibt: Österreich hat überdurchschnittlich hohe Ausgaben für Familienförderung, doch seit Jahren stagniert die Zahl der Geburten pro Frau (Fertilitätsrate 1,44) auf einem niedrigen Niveau. Familienministerin Sophie Karmasin will das in ihrer Amtszeit ändern und Österreich „bis 2025 zum familienfreundlichsten Land der EU machen“.

Aber was kann sich die neue Ministerin konkret vorstellen. Am Dienstag sprach sie mit KURIER-Chefredakteur Helmut Brandstätter im Raiffeisen Forum in Wien über das Thema „Familien fördern – aber wie? Wer kann sich heute noch Familie leisten?“.

Mütter ohne Lohnsteuer

Und die Ministerin ließ sich nicht lange bitten, eine erste, durchaus bahnbrechende Idee vorzustellen, worüber sie nachdenke: Nämlich, dass Mütter gar keine Lohnsteuer mehr zahlen. „Das ist kein Vorschlag, sondern erst einmal nur eine Idee: Ab dem zweiten Kind, oder wenn es nur sehr schwer finanzierbar ist, ab dem dritten Kind, zahlen Mütter, die wieder arbeiten gehen, keine Lohnsteuer mehr.“ Das Modell müsse gedeckelt werden, gemeinsam mit dem Gehalt des Mannes brauche es für diese Steuerausnahme eine Obergrenze. „Diese Idee haben wir schon einmal durchgerechnet.“ Letztlich sei das ein sehr einfaches Modell, mit einem hohen Steuerfreibetrag, das zum Beispiel gelte, bis die Kinder das 15. Lebensjahr erreichen. Der Vorschlag wurde mit Applaus bedacht.

Zwei Maßnahmen habe die Regierung bereits beschlossen, erklärt Karmasin dann konkrete Reformen: Die Familienbeihilfe wird ab Juli um vier Prozent erhöht. Ab September wird sie nicht mehr alle zwei Monate, sondern monatlich ausbezahlt. Mittwoch vor einer Woche hat das Gesetz den Bundesrat passiert. Das Familienbudget steigt damit 2014 um 3,6 Prozent auf rund 6,8 Milliarden Euro, 2015 ist ein weiterer Anstieg auf sieben Milliarden Euro geplant.

Zahlreich waren die Fragen zum Thema Familie und Beruf: Karmasin untersucht derzeit „Best practice“-Lösungen anderer Länder, damit das Klima in der Heimat familienfreundlicher wird: Vorbild seien skandinavische Länder wie Dänemark (1,73 Kinder pro Frau) und Schweden (1,91), die meisten Geburten innerhalb der EU gibt es aber in Frankreich (2,01). Höher ist dieser Wert innerhalb der OECD-Staaten nur in der Türkei (2,09).

In Frankreich, erklärt die Ministerin, gebe es den Begriff „Rabenmutter“ gar nicht. Dort sei es normal, dass Kinder von sehr klein auf in staatliche Betreuungseinrichtungen kommen. Auch in Österreich werde in die Kinderbetreuung investiert: „Wir haben den Ausbau der Kinderbetreuung bereits beschlossen, mit 350 Millionen Euro wird das die größte Ausbauoffenisve, die es je gab.“

Es müsse sich aber auch etwas bei der Einstellung in der Arbeitswelt ändern, meinte Karmasin. „Wenn man beim Vorstandstreffen am Nachmittag sagt, ’Ich muss um 17 Uhr meinen Sohn vom Kindergarten abholen’, wird man komisch angeschaut. Wenn man sagt, ich muss mein Auto aus der Werkstatt holen, wird das sofort akzeptiert. “ Sie wünsche sich nun durch ihr neues „Bündnis für Familien“ das Klima in Österreich Familien freundlicher zu machen.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.