Kosmetikriese soll gebrauchte Produkte verkauft haben

Bereits offene Produkte gingen wieder in den Verkauf
Der US-Beautyfirma Ulta wird vorgeworfen, bewusst mit gebrauchten Produkten die Kundschaft betrogen zu haben.

Dass die Verwendung von bereits von anderen gebrauchten Beauty-Produkten

nicht nur unhygienisch, sondern auch gesundheitsgefährdend sein kann

, ist allgemein bekannt. Umso schwerer wiegen die Vorwürfe einer ehemaligen Mitarbeiterin des US-Kosmetikriesen Ulta. In einem Posting auf ihrem Twitter-Account verriet diese, dass das Unternehmen retournierte Lippenstifte und Foundation-Sticks weiter verkaufe.

Wie neu dank Alkohol

"Ich war früher bei Ulta angestellt und jedes Mal, wenn ein Kunde ein Produkt zurückbrachte, wurden wir von unseren Managern dazu aufgefordert dieses neu zu verpacken und wieder ins Regal zu stellen", so die Frau. Damit die Kosmetik wie neu aussah, wurde mit cleveren Methoden gearbeitet: Mit Alkohol wurde die Oberfläche von Lippenstiften remodeliert und Foundation-Sticks wurden mit Wattestäbchen ausgebessert.

Die Ex-Mitarbeiterin spach zwar nur über die Filiale, in der sie gearbeitet hatte, jedoch meldeten sich bereits kurze Zeit später weitere Ulta-Angestellte via Twitter. "Ich arbeite auch bei Ulta", schrieb eine Frau. "Die machen den gleichen Mist, deshalb mache ich die Produkte jedes Mal gleich kaputt, nachdem sie zurückgegeben wurden, damit ihnen nur die Entsorgung übrig bleibt." Eine weitere schilderte, wie die Chefs in ihrer Filiale mittels heißer Föhnluft dafür sorgten, dass eine Augenbrauen-Pomade wieder wie neu aussah.

Gegenüber fashionista.com hat Ulta nun offiziell zu den Vorwürfen Stellung genommen. "(...) Wir nehmen unsere Verantwortung ernst, sichere und hochwertige Produkte bereitzustellen. Was hier beschrieben wird, stimmt nicht mit unseren Praktiken überein. Während wir dem weiter nachgehen, wollen wir betonen, dass wir den Wiederverkauf von geöffneten und verwendeten Produkten in unseren Stores verbieten."

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