Style
21.10.2016

Temptu: Airbrush-Make-up im Test

Das Airbrush-System von Temptu gibt es in Österreich nun auch für Privatkunden.

In Österreich wurde die Make-up-Technik mittels Airbrush vor einigen Jahren durch Claudia Schmied bekannt. Die ehemalige Kulturministerin sorgte mit teuren Stylisten-Rechnungen für eine schiefe Optik. Für zehn Airbrush-Make-Ups hatte sie 1440 Euro bezahlt - oder besser gesagt die Steuerzahler.

Vor allem bei TV-Terminen sorgen die feinen Luftkompressoren für den perfekten Teint und kommen deswegen bei vielen Politikern wie beispielsweise Barack Obama zum Einsatz. Aber auch Britney Spears oder "Big Bang Theory"-Star Kaley Cuoco schwören auf das Airbrush-Make-up.

Jetzt hat die Marke Temptu auch ein Airbrush-Gerät für Privatkunden in Österreich präsentiert. Seit 30 Jahren gibt es die Systeme schon für professionelle Stylisten, jetzt können sich auch hiesige Ottonormal-Verbraucher mit Make-up besprühen. AIRPod Foundation nennt sich das Ganze.

Innerhalb von nur zwei Minuten habe ich die Farbe (Ivory), die ich aus vier Abstufungen ausgewählt habe, hauchzart im Gesicht. Das Gerät ist allerdings vorher aufgeladen worden und steht bei meinem Termin griffbereit zur Stelle.

Das Make-up trage ich selbst auf, das Rouge überlasse ich einer Temptu-Expertin. Sogar den Lidschatten könnte man sich mittels Airbrush-Geräten aufsprühen, oder Bronzer und Highlighter.

Durch den leicht kühlen Windhauch spürt man sofort, wo genau bereits schon aufgesprüht wurde und wo nicht. Das Auftragen ist tatsächlich ein Kinderspiel. Einzige Schwierigkeit ist, das Gerät nicht zu lange auf einen Punkt zu halten. Der AIRPod muss immer in Bewegung bleiben, um ein natürliches Ergebnis zu erhalten.

Die Foundation ist nach zwei Minuten perfekt und vor allem wirklich äußerst fein aufgetragen - sogar größere Poren sind verschwunden. Leicht antrocknen sollte man die Farbe allerdings ein, zwei Minuten lassen. Dann hält sie stundenlang.

Kostspielig

Nur die Anschaffungskosten von immerhin 170 Euro pro AIRpod trüben das neue Make-up-Erlebnis. Dazu kommt dann noch die Farbe/Foundation selbst um 60 Euro pro Stück. Diese reicht für zirka 80 Anwendungen und ist ölfrei, nicht komedogen und auch für Allergiker geeignet.

Vorher:

Nachher:

Fazit: Für Make-up-Fans, die sich jeden Tag stark schminken, eine wirklich zeitsparende Alternative für daheim. Das Ergebnis hält einmal aufgetragen, den ganzen Tag über einwandfrei. Die Camouflage-Farbe, die Pickel aber auch Besenreiser und Flecken abdeckt, hat mein kleines Wimmerl am Kinn zufriedenstellend verschwinden lassen.

Für unterwegs ist das Kompressor-Styling allerdings nicht ideal, da das Gerät doch etwas klobig ist, um es ständig bei sich zu tragen.

Die Farbe kann übrigens auf dem ganzen Körper angewendet werden. Neu ist, sogar den nachwachsenden Haaransatz bis zum nächsten Friseurtermin mit Temptu zu brushen. Zu haben ist der Temptu AIRpod zum Beispiel bei douglas.at.

Vorher - Nachher