© Peek & Cloppenburg

Knigge
06/15/2015

Fünf Stilsünden im Büro

Wie kurz darf der Rock sein? Sind offene Schuhe erlaubt? Experten verraten, wie Sie arbeitstauglich durch die heiße Zeit des Jahres kommen.

von Julia Pfligl

Wenn die Temperaturen steigen, kommt oft mangelndes Stilbewusstsein ans Licht. Marlene Nussmüller von Peek & Cloppenburg, sagt, was jetzt gar nicht geht – und in welchem Punkt mehr Lockerheit angesagt ist.

Bauchfrei? Kommt auf den Job an. Nicht in allen Büros sind Crop-Tops ein No-Go. "In kreativen Berufen könnte man momentan trendbedingt 1 bis 2 Zentimeter Abstand zwischen Crop-Top und Taillenhose lassen", sagt die Expertin. Voraussetzung: dementsprechend trainierte Figur, kein sichtbarer Bauchnabel, dezente Farben und flache Schuhe.

Sandaletten & Flip-Flops? Eine Frage des Umfelds – im Bankbusiness ein No-Go. Pflege ist alles: Kurze gefeilte Nägel und weiche Haut sind bei offenen Schuhen Pflicht. Nussmüller empfiehlt außerdem Selbstbräunungs- oder Bronzinglotion.

Mini? Die Faustregel für einen luftigen Auftritt im Büro: Der Rock sollte maximal eine Handbreit über dem Knie enden. Die optimale Länge des Rocks hängt von der Figur ab. "Midiröcke (wadenlang, Anm.) sind für alle Figuren geeignet", so die Stilexpertin. Zum Mini sollten Sie auf keinen Fall hohe Schuhe oder Dekolleté tragen.

Ärmellos? Keine Panik, wenn Ihr Bizeps nicht aussieht wie der von Jennifer Aniston. "Oberarme sind manchmal genetisch bedingt nicht sehr straff", beruhigt Nussmüller. Solange der Ausschnitt nicht zu tief und der Rest des Outfits unauffällig ist – etwa eine lange Sommerhose –, spricht nichts gegen ein ärmelloses Top. Cardigan oder Stola sollte man immer parat haben.

Bunt? Colour-Blocking à la Beyoncé beherrschen die wenigsten – deswegen sollte man starke Farben mit gedeckten Tönen wie Beige, Grau, Denim, Schwarz, Marineblau oder Weiß kombinieren.

Transparent, hauteng? Eher nicht. Gute Büro-Kombis sind etwa eine weite Marlenehose mit fließendem Seiden-Top oder ein ausgestellter, wadenlanger Taillenrock mit Bluse. Auch Jumpsuits sind an heißen Tagen ideal fürs Office.

Für Männer gelten andere Regeln

Auch bei den Herren gibt es – in modischer Hinsicht – einen Unterschied zwischen Bankangestelltem und Werbetexter. In kreativen Branchen darf es bei sehr warmen Temperaturen schon einmal eine kurze Chinohose bzw. Bermuda zum Hemd und Sakko sein, sagt Stefan Kandler, Einkäufer für Herren-Artikel bei P&C.

Dazu trägt der modische Mann geschlossene Lederschuhe, zum Beispiel sommerliche Brogues (Lederschuhe mit Lochverzierungen) mit weißen Sohlen, Mokassins oder weiße Segeltuchschuhe. Die Socken sollten nicht sichtbar sein. "Schon ein Zentimeter sichtbarer Rand eines ‚Sneaker-Sockens‘ ist zu viel", weiß Kandler. Zehenfänger, Schlapfen und Sandalen haben im Büro nichts verloren.

Ähnlich strikt ist der Modeexperte beim Thema Hemden. "Zur Chinohose passt ein Leinenhemd – unbedingt langärmlig, aber gerne aufgekrempelt." Hemden mit Haifischkragen geben mehr Luft zum Atmen, ein locker sitzendes Sakko mehr Bewegungsfreiheit. Bei den Farben dominieren helle Beige-, Grau- und Blautöne.

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