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freizeit Mode & Beauty
12/05/2011

Schnupper-Stunden

Test: Holzig, blumig, frisch - was darf's denn sein? Acht Redakteure haben für Sie neue Parfums probiert.

von Jasmin Schakfeh

Wochenlang duftete es in der KURIER -Lebensart-Redaktion wie in einem schwülen Etablissement. Der Grund? Die "Nasen" der Redakteure gingen auf Schnupperkurs. Vier Frauen und vier Männer testeten zehn Damen- und zehn Herrendüfte. Immer wieder kommen neue Parfums auf den Markt, da verliert der Konsument schnell den Überblick. Also standen hier alle im Sprühregen - von früh bis spät. So manches Odeur fiel auf der Riecher-Skala allerdings durch.

Kampf der Geschlechter

Und so lief das Dufterlebnis: Alle bekamen einen Fragebogen, mit dessen Hilfe die Parfums nach vier unterschiedlichen Kriterien beurteilt werden konnten. Dass Geschmäcker verschieden sind, ist klar - wie sehr, erstaunte allerdings. Während sich der weibliche Teil der Truppe mit großem Engagement und Ernst an die Flakons machte, nahmen die Herren die Aufgabe mit einer Prise Ironie in Angriff.

Immerhin waren sie sich relativ einig - vor allem, wenn es darum ging, den Duft-Aufriss-Quotienten zu eruieren. Wichtigste Frage: "Geht damit was?" Ja, es gab einige Männerdüfte mit "Womanizer-Potenzial". Bei den Ladys herrschte wenig Übereinstimmung - die Duft-Noten changierten zwischen "Erinnert mich an einen Kuss" bis "Das hat was von kalter Dusche". Was riecht's, das hat's.

Und sonst? Gleich und gleich besprüht sich gern - Duftgeschmack und Styling des Flakons korrelieren mit der Altersklasse. Für jüngere Semester darf ein guter Duft süß, verspielt und die Optik der Flasche aufwendig sein. Fortgeschrittene setzen auf pudrige und verführerische Nuancen - man setzt auf edles und schlichtes Design.

Fazit der Tester: Was sich riecht, das neckt sich. Und ein Schüttelreim: Das Mädchen mit dem schicken Duft vermählt sich mit dem dicken Schuft.

Ein Duft für alle Notfälle

Wer kennt das nicht? Man steht in der vollen U-Bahn, da drängen sich üble Gerüche auf. Oder man überlegt, ob es klug ist, sich nach einem Arbeitstag spontan zu verabreden - wo man doch gar nicht mehr so frisch riecht. Und dann diese Momente nach einem Flug - wohl wissend, dass die persönliche Duftnote nicht mehr passt. Aber der Liebste wartet auf dem Flughafen.

Trotzdem schleppe ich nicht täglich meinen 50-ml-Flakon mit mir herum, um stets verführerisch zu duften. In Notfällen reicht ein Abstecher zu einer Parfümerie, wo ich gezielt "teste" und meinen Lieblingsduft immer wieder aufs Neue entdecke.

Bei dieser Gelegenheit fand ich unlängst den Purse Spray. Praktische 15 ml, die kaum ins Gewicht fallen. Ein Griff - und es kann gesprüht werden! Plus: Dieser Baby-Flakon darf auch mit in den Flieger.

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