© Margaret and Hermione

Style
05/07/2016

Wieso dieser Bikini anders als andere ist

Zwei Wienerinnen kreieren stylishe Bademode aus besonderen Materialien.

Freche Muster, bunte Farben und trendige Schnitte - auf den ersten Blick wirken sie wie ganz normale Bikinis und Badeanzüge. Doch das junge Label Margaret and Hermione will sich mit einem besonderen Konzept von der Konkurrenz abheben: Sämtliche Stücke werden aus Fischernetzen hergestellt.

Aus Müll wird Bademode

"Uns war von Anfang an klar, dass wenn wir etwas mit Design machen, dann nur in Verbindung mit Nachhaltigkeit", erklären die beiden Gründerinnen Barbara Gölles und Andrea Kollar im KURIER-Gespräch. "Wir haben uns auf die Suche gemacht und sind irgendwann auf Fischernetze gestoßen." Diejenigen, die nicht mehr verwendet werden, im Meer herumtreiben und sich in Korallenriffen verfangen, werden von den Wienerinnen zu Bikinis und Badeanzügen verarbeitet.

Jährlich sterben tausende Meeresbewohner in herrenlosen Fischernetzen - durch die Verarbeitung dieser wollen Gölles und Kollar dieser Bedrohung entgegenwirken. "Bademode besteht aus Polyamid. Warum also nicht recyceltes Polyamid verwenden?", sind sich die Absolventinnen der Universität für Angewandte Kunst einig.

Die gesammelten Netze werden zu Garn und anschließend zu Bademoden-Stoffen verarbeitet. Dass Nachhaltigkeit und Trendbewusstsein einander nicht ausschließen, beweist der Blick auf die fertigen Modelle. Andrea Koller steckt hinter den handgezeichneten Illustrationen, die auf den Designs zu finden sind. In der aktuellen Kollektion widmet sie sich Tiefseeungeheuern, Kugelfischen und U-Booten.

Auch in Zukunft lautet das erklärte Motto: "Unser Anspruch ist es, Bademode zu entwerfen, in der sich unsere Kundinnen wohlfühlen, Freude am Leben haben und gleichzeitig wissen, dass sie nachhaltige Stoffe bester Qualität tragen."

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