Style
03.10.2018

"Höhle der Löwen": Warum diese Kosmetikerin leer ausging

Brigitte Steinmeyer präsentierte den Investoren ihre Idee zur Verschönerung der Augenbrauen.

Brigitte Steinmeyer ist seit 28 Jahren in der Kosmetikbranche tätig. Bei "Höhle der Löwen" stellte sie diese Woche eine neue Version des Permanent-Make-up vor. "Es sah immer so künstlich aus. Die Augenbrauen wirkten wie aufgestempelt", sagt die Beauty-Expertin über ihre früheren Arbeiten vor der Erfindung ihres eigenen Geräts. Die Technik habe ihr nicht das ermöglicht, was sie sich vorgestellt hatte. Ihre Lösung: Ein Diamant Blader bestehend aus einem Titan-Handstück und einem echten Diamanten, der sich auf der Spitze befindet. "Mit diesem Diamanten kann man wunderschöne natürliche Augenbrauen kreieren". Sie möchte das Produkt weltweit berühmt machen.

Saubere Wunde, keine Schmerzen

Warum muss es ein Diamant sein, wollen die Löwen wissen. "Ein Diamant ist minimal-invasiv. Der öffnet die Haut ganz sauber", erklärt die Expertin. Der Wundrand müsse ganz glatt sein, damit es nach dem Abheilen auch wie ein Härchen aussieht. An einem Model zeigt sie im Studio, wie ihre Technik funktioniert. Ein großer Unterschied zum klassischen Permanent-Make-up: Normalerweise ist die Prozedur schmerzhaft, beim Diamant-Blading spüren die Kunden kaum etwas. "Sie schlafen dabei ein", sagt Steinmeyer. Und nach der Behandlung sind kaum Rötungen zu sehen.

Brigitte Steinmeyer bildet in der Schweiz Kosmetikerinnen aus, die anschließend mit einem Zertifikat mit ihrer Methode arbeiten können. Wer sich bei ihr neue Augenbrauen tätowieren lassen will, muss mindestens 550 Euro berappen. 300 Ausbildungen hat sie bisher gemacht. 2016 und 2017 hat sie 250.000 Euro umgesetzt.

Alle potentiellen Investoren steigen aus, bis nur noch Judith Williams übrig bleibt, von der sich Steinmeyer 100.000 Euro für zehn Prozent der Firmenanteile erhofft. Sie findet die Idee zwar gut, will aber dennoch nicht investieren, weil sie es für sehr schwierig erachtet, geeignete Kosmetikerinnen für Steinmeyers Firma zu finden, die die Methode kompetent schulen können. Sie weiß: "Das ist eine ganz schwierige Branche, um so etwas groß zu machen."