© Spencer Platt/Getty Images

Designer-Looks
06/14/2016

Hillary Clinton: Unsummen für Wahlkampf-Outfits

Kleider machen Leute - und auch eine Präsidentin?

von Maria Zelenko

Auch abseits ihres politischen Fahrplans stehen Donald Trump und Hillary Clinton im Fokus der Medien. Ersterer muss sich aufgrund seines einem

knusprigen Hendl ähnelndem Fake-Teint
so manchen Beauty-Ratschlag (auch wir konnten einfach nichts anders) gefallen lassen. Als weibliche Präsidentschaftskandidatin bleiben dafür allerlei Meinungen zu den Outfits nicht aus.

Reden halten - im Armani-Mantel

Die New York Post veröffentlichte einen Artikel über die kostspielige Wahlkampf-Garderobe der Ehefrau von Bill Clinton. Mehrere tausend Euro für ein Outfit, um sich bei öffentlichen Auftritten ins richtige Licht zu rücken, sind dabei keine Seltenheit. Im April trug die 68-Jährige bei einer Rede einen Ledermantel von Armani. Kostenpunkt: 12.495 Dollar (ca. 11.100 Euro).

Ihre maßgefertigten Hosenanzüge von Susanna Beverly Hills gibt es nicht unter 6000 Dollar (ca. 5320 Euro) und auch die Ralph Lauren Entwürfe, für die sie eine Schwäche hat, gibt es nicht unter einer vierstelligen Summe. Eines steht fest: Das Erscheinungsbild der Politikerin hat sich seit ihrer Kandidatur geändert.

Früher gab es an der ehemaligen New Yorker Senatorin meist pastellfarbene Rock-Blazer-Kombinationen und andere eher unspektakuläre Outfits zu sehen. Als Mode-Vorbild war Clinton keineswegs bekannt - ganz im Gegenteil zu Michelle Obama. Auf dem Weg ins Weiße Haus stehen ihr nun nicht nur politische Berater zur Seite. Auch für ihr Styling hat sie sich Hilfe geholt.

Mit Erfolg: Ihre Reden unterstreicht sie mit aussagekräftigen Designer-Looks, die bis zum Ende des Wahlkampfs insgesamt bis zu 200.000 Dollar (fast 178.000 Euro) kosten könnten. Da keiner der Modemacher mit der Kandidatin wirbt, liegt für manche die Vermutung nahe, dass die 68-Jährige die Outfits aus eigener Tasche bezahlt. Muss sie aber wahrscheinlich nicht, denn eine ihrer Unterstützerinnen ist US Vogue-Chefin Anna Wintour, dank der das eine oder andere Präsent wohl still verschickt wird.

Ob nun selbst gekauft oder nicht - das Styling eines Präsidentschaftsanwärters sagt natürlich nichts über dessen Qualität aus, ein Land zu führen. Ganz unwichtig ist es trotzdem nicht. Doch warum wird bei den männlichen Politikern nicht Kritik an der ebenfalls sehr teuren Bekleidung geübt? Barack Obama muss sich keine Kritik an seinen Anzügen gefallen lassen, dafür aber seine Ehefrau und die Töchter. Übrigens ist Donald Trump großer Fan von Anzügen des italienischen Labels Brioni, die nicht selten über 5000 Euro kosten können. Stören tut sich daran aber keiner.

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