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Style
06/08/2019

Experten-Tipps: Was gegen Falten am Hals getan werden kann

Dermatologe Babak Adib über Schlafpositionen, die Falten fördern und wie der Hals verjüngt werden kann.

von Maria Zelenko

An Knien, Händen und Hals sieht man bekanntermaßen das wahre Alter. Während im Gesicht häufig bereits in jungen Jahren fleißig geschmiert wird, vernachlässigen viele Frauen den Übergang zum Dekolleté.

Ein weiterer Grund, warum sich am Hals oft schneller Falten zeigen als im Gesicht: "Im Halsbereich ist die Haut dünner und es gibt wenig Bindegewebe", sagt Dermatologe Babak Adib im Gespräch mit dem KURIER. "Wenn die Haut hier erschlafft, gibt es eben kein stützendes Bindegewebe, das die Haut straff hält."

Nicht am Bauch schlafen

Für die tägliche Pflegeroutine gilt deshalb, den Hals beim Eincremen nicht zu vergessen. Dort angekommen, sollte die Bodylotion jedoch zur Seite gelegt werden. Adib: "Ich würde hier eine reichhaltigere Creme verwenden, am besten gleich die Gesichtscreme, da diese am ehesten die gleichen Kriterien erfüllen soll – viel Feuchtigkeit und tagsüber auch Sonnenschutz!" Mit zunehmendem Alter empfiehlt der Wiener Hautarzt, auf straffende Inhaltsstoffe, Antioxidantien und Hyaluronsäure zu achten.

Eine nicht ganz unwichtige Rolle spielt bei der frühzeitigen Alterung der Haut am Hals die Schlafposition. "Sie wird in der Liegeposition förmlich chronisch gequetscht", erklärt Adib. Die ideale Schlafposition sei am Rücken liegend, Seitenlage sei zu vermeiden. Bauchschlaf wirkt sich laut dem Experten besonders negativ aus.

Ebenso wie im Gesicht, können mit Beauty-Behandlungen am Hals zwar keine Wunder vollbracht werden, jedoch die Tiefe bereits entstandener Falten zumindest reduziert werden. Mittels IPL Laser können schlafe Haut gezielt behandelt und störende Pigmentflecken entfernt werden.

Hyaluronsäure-Unterspritzungen helfen beim Volumen-Aufbau. Nach sechs bis 18 Monaten muss nachgespritzt werden. Eine der effektivsten Methoden zur Straffung ist das Fadenlifting. Hier werden dünne auflösbare Fäden in die Haut eingebracht. Diese lösen sich nach sechs bis acht Monaten auf. Das Ergebnis ist jedoch zwölf bis 18 Monate sichtbar, da durch das Material neues Gewebe gebildet wird.