Conditioner mit Lilial sollten nicht gekauft werden

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Style
03/28/2019

Conditioner im VKI-Test: Warum fast die Hälfte kein "Gut" erhielt

13 Haarspülungen für geschädigtes Haar wurden unter die Lupe genommen. Warum Günstig-Produkte die teuren überholten.

Für die meisten Frauen ist Conditioner unverzichtbar. Er soll die Längen entwirren, für Glanz sorgen und idealerweise sogar kaputte Spitzen reparieren. Ob sie letzteres auch können, hat sich das Team des VKI angeschaut. 13 Produkte für geschädigtes Haar wurden unter die Lupe genommen. Darunter sowohl günstige Drogerieprodukte als auch jene von teuren Marken.

Alle Produkte wurden im Labor und in der Praxis von jeweils 22 Frauen zwischen 21 und 63 Jahren angewendet. Bei der Verbesserung der Haareigenschaften konnten alle punkten. Nach dem Spülen ließ sich das Haar leichter kämmen, war griffiger und flog weniger.

Tenside und Duftstoff Lilial

Dennoch erhielt fast die Hälfte der Produkte keine gute Bewertung, da sie kritische Stoffe enthielten. Denn ihre pflegende Wirkung entfalten Haarspülungen durch zugesetzte Stoffe. In erster Linie handelt es sich um positiv geladene Substanzen. Diese haften an geschädigten Stellen des Haares und bilden dort eine dünne Schicht. Das Ergebnis: Die Haare glänzen nicht nur mehr, sondern lassen sich auch leichter kämmen.

Einige dieser Substanzen sind nur schwer abbaubar. In Wasch- und Reinigungsmitteln dürfen nur kationische Tenside zum Einsatz kommen, die zur Gänze biologisch abgebaut werden können. Bei Kosmetika gibt es Vorschriften wie diese nicht.

Weiteres Manko vieler getesteter Produkte sind die enthaltenen Silikone, die das Haar zwar geschmeider, jedoch nicht gesünder machen. Zumindest die "Spülung Intensiv Pflege" von Balea kommt ohne diese aus. Beim Silikon Cyclopentasiloxan ist mittlerweile bekannt, dass es sich in Organismen anreichern kann - es ist ab 2020 in Rinse-Off-Produkten verboten.

Kritisch wurde auch der Duftstoff Butylphenyl Methylpropional, besser bekannt als Lilial, bewertet. Dieser hat laut dem VKI nichts in Beauty-Produkten verloren, da nicht abschließend geklärt ist, ob der Stoff das Erbgut verändern oder die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen kann.

Sechs Produkte enthielten Lilial: "Cien Repair Spülung Intensive Repair" von Lidl, "Elvital Anti-Haarbruch Pflegende Aufbau-Spülung" von L'Oréal Paris, "Amaranth Repair-Spülung" von Rausch, "Reparatur & gezielte Pflege Pflegespülung" von Nivea, "Fructis Schaden Löscher Kräftigende Spülung" von Garnier und "Repair O2 Spülung" von Syoss. Dieser Conditioner erhielten lediglich die Bewertung "durchschnittlich", während der Rest "gut" abschnitt.

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