Dieses Gerät ist nichts für Sensibelchen

© 1st beauty spa

Tripolar-Methode im Test
03/17/2016

Cellulite-Behandlung: Nichts für schwache Nerven

Mittels Radiofrequenz wird Problemzonen der Kampf angesagt - der KURIER wollte wissen ob's stimmt.

von Maria Zelenko

Frauen haben zum Frühling ein eher bipolares Verhältnis. Auf der einen Seite freut man sich über die wärmeren Temperaturen, gleichzeitig wächst der Druck schon bald im Bikini gut aussehen zu wollen. Die Beauty-Branche freut's, denn kaum etwas ist so lukrativ wie das Geschäft mit der lästigen Orangenhaut. Jedes Jahr aufs Neue gibt es neue Anti-Cellulite-Produkte und Behandlungen in Schönheits-Instituten.

Unter den non-invasiven Treatments macht sich derzeit die Radiofrequenz einen Namen, mit der gezielt Problemzonen behandelt werden. Ob Gesicht. Bauch, Po oder Unterschenkel - so gut wie jede Körperzone kann mit dem speziellen Gerät behandelt werden. Das Versprechen: Im Gegensatz zu entwässernden Massagen und Cremes soll der Effekt der sogenannten TriPollar-Methode nachhaltig und bereits nach der ersten Behandlung sichtbar sein.

Ein Gefühl, als ob man verbrennen würde

In Wien bietet unter anderem das "1st Beauty Spa" die Behandlung an. Zu Beginn der Einheit wird mir im Detail erklärt, was genau nun passiert. Mittels schonenden Radiofrequenz-Wellen wird die Haut bis in tiefere Gewebsschichten auf bis zu 42 Grad erwärmt. Dadurch sollen die kollagenen Fasern zusammengezogen und die Haut von innen gestrafft werden. Was nach einer netten Wellness-Behandlung klingen mag, ist tatsächlich nichts für schwache Nerven. Insgesamt eineinhalb Stunden werden meine Oberschenkel stückchenweise erwärmt, indem die Haut mit dem Gerät massiert wird.

Eine Vorwarnung vorweg: Die Haut wird nach wenigen Sekunden so heiß, dass man das Gefühl bekommt, sie würde verbrennen. Je größer die zu behandelnde Hautpartie, desto länger muss man durchhalten. Wer schön sein will, muss leiden - dieser Gedanke geht mir während der schmerzhaften Prozedur konstant durch den Kopf. Hat sich die Tortur nun ausgezahlt?

Fazit: Vor allem bei der Zone direkt über dem Knie war ich auf das Ergebnis gespannt, da sich hier zwei kleine Dellen gebildet haben, die sich gegen jegliches Sport-Programm sträuben. Diese wirken knapp drei Wochen nach der Behandlung etwas geglättet, ein vollkommenes Verschwinden seiner Orangenhaut darf man sich jedoch nicht erwarten - hierfür wären ein bis zwei weitere Sitzungen notwendig. Für all jene, denen es das Geld wert ist (ab 200 Euro pro Zone wahrlich kein Schnäppchen), ist es eine der effektivsten nicht-operativen Anti-Cellulite-Behandlungen, die derzeit angeboten werden. Zum Abschluss nur ein Tipp: Diese Behandlung ist nichts für den Hochsommer, außer man stört sich nicht an zusätzlichen Schweißausbrüchen.

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