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Hugo Boss
10/18/2013

Alex Lundqvist: "Männer sind nicht schön, eher attraktiv"

Das bestbezahlte Männermodel über Schönheit, das Älterwerden und Feuchtigkeitscremen.

von Jasmin Schakfeh

Man nennt ihn „Fashionisto“ oder auch „Leading Model“. Für die meisten ist Supermodel Alex Lundqvist (41) aber nur „The Boss“. Immer pünktlich, diszipliniert und bodenständig. Und das seit zwei Jahrzehnten.

Der gebürtige Schwede wurde 1994 von Starfotograf Bruce Weber entdeckt, zufällig. Er buchte ihn für eine weltweite Versace-Kampagne, stellte ihm Supermodel Helena Christensen zur Seite und ebnete ihm den Weg zur Traumkarriere. Mit Anfang 20 zierte Lundqvist Guess-Plakate neben Supermodel Laetitia Casta und wurde von Modezar Karl Lagerfeld gebucht.

Der Durchbruch kam 1998. Das Traditions-Label Hugo Boss lancierte erstmals den Herrenduft „Boss Bottled“. Der Werbespot schrieb Geschichte (zu sehen auf YouTube): ein junger Mann mit beachtlichem Sixpack kommt aus der Dusche. Er sprüht ein wenig vom Duft, greift zu einem Anzug und dreht das Licht ab – anstatt die Wohnung zu verlassen, spaziert er direkt in den Flakon.

Der Mann aus der Flasche

Seither ist Alex Lundqvist bekannt als „der Mann aus der Flasche“ und „The Boss“. Denn, obwohl untypisch in der schnelllebigen Branche, Hugo Boss blieb dem 188 cm großen Schönling mit den stechend blauen Augen treu. Bis heute bucht man ihn für jede Fashionshow, er präsentiert die Unterwäsche-Linie, die Brillenkollektion und die Uhrenmodelle des Unternehmens. Er ist ein gut gebuchter Mann und bei sechs Modelagenturen unter Vertrag.

Die schwedische Modekette H&M buchte den Landsmann für die Frühjahrs-Kampagne 2013 und erst im September zierte er das Cover der russischen GQ. Während der Mailänder Fashion Week luden Hugo Boss und die italienische Vogue zum Cocktail „Beauty in Wonderland“. Supermodel Alex Lundqvist, der seit Jahren in New York lebt, war unter den Stargästen.

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KURIER: Herr Lundqvist, wie definieren Sie Schönheit?

Alex Lundqvist: Bei Frauen sind mir schöne Augen wichtig, sie können Männer fesseln. Aber nur, wenn man ausgeglichen und zufrieden ist. Das strahlt man aus – es ist tatsächlich etwas dran an dem Spruch: „Schönheit kommt von innen.“

Aber gerade in Ihrem Beruf scheint Schönheit das Um und Auf.

Das habe ich nie so gesehen. Fit zu sein und zu bleiben ist das Um und Auf. Ich trainiere täglich, denn wenn man sich gut fühlt, sieht man gut aus.

Aber ich weiß, was Sie meinen. Steht man in einer tollen Location, trägt fantastische Kleidung und wird von einem Top-Fotografen in Szene gesetzt, dann kreiert man natürlich etwas Schönes. Allerdings schmücken sich Männer nicht mit dem Eigenschaftswort „schön“. Attraktiv oder gut aussehend trifft es eher.

In der Modebranche müssen Frauen einem Schönheitsideal entsprechen. Wie ist das bei Männern?

Ganz anders. Wenn Frauen älter werden, verschwinden sie oft schnell von der Bildfläche. Männern gelten auch mit grau melierten Haaren als attraktiv. Sehen Sie sich etwa Clint Eastwood an, ein toller Mann. Bei Männern ist es wohl tatsächlich so wie mit dem Wein – je älter, desto besser.

Sie machen sich keine Sorgen über das Älterwerden?

Man kann die Zeit nicht aufhalten. Wenn man den Körper als Gefährt durch das Leben begreift und ihn gut behandelt, wird er funktionieren. Ich achte auf meine Ernährung, trainiere täglich, ich rauche nicht, gönne mir nur ab und zu ein Bier und gebe viel Geld für Feuchtigkeitscremen aus. Wer wie ich viel reist, braucht das.

Sie sind als „The Boss“ bekannt. Eine Verantwortung?

Ich denke mir nicht ständig: „Ich bin der Inbegriff von Boss“. Aber ich mag die Anzüge und bin ein Fan des Duft-Klassikers „Boss Bottled“.

So wie im Werbespot von 1998?

(lacht) Ja, nur ohne ganz in der Flasche zu baden. Der Trick ist, mit einem Duft nicht zu übertreiben.
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