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04.07.2018

Designer Willy Bogner spricht erstmals über Verlust seiner Frau

Der deutsche Modemacher sprach über seine Trauer nach dem Tod seiner geliebten Sonia.

Im Mai 2017 starb Willy Bogners Frau Sonia an Krebs. Nun sprach der deutsche Designer erstmals über den Verlust seiner langjährigen Partnerin.

"Es ist harte seelische Arbeit"

Der ehemalige Skirennfahrer Bogner und das brasilianische Model waren 45 Jahre lang verheiratet. Vor vierzehn Monaten verlor Sonia Bogner im Alter von 66 Jahren den Kampf gegen den Krebs.

Für den Modemacher ein großer Verlust. Nach dem Tod seiner geliebten Frau aus dem Tief herauszukommen, sei ein Prozess, "der einige Zeit dauert", erklärte Bogner nun gegenüber der Zeitschrift Bunte. "Fünf Jahre, zehn Jahre? Ich trau mir das zu - irgendwann! Aber es ist harte seelische Arbeit."

In dem Interview mit dem deutschen Blatt sagte der 76-Jährige, der sich auch als Filmemacher einen Namen gemacht hat, weiter: "Die Freude über die 45 Jahre überwiegt die Trauer darüber, dass einem der wichtigste Mensch einfach genommen wurde. In meiner Trauer gibt es gute und nicht so gute Tage. Der Verlust ist überall zu spüren. Wir waren ja quasi 24 Stunden am Tag vereint, weil wir auch am Arbeitsplatz zusammen waren."

Die Heiterkeit seiner Frau vermisse er am meisten.

Auf die Frage, ob er sich eine neue Frau an seiner Seite vorstellen könne, antwortete der Designer: "Schwierig, ich weiß nicht, wie es in ein paar Jahren aussieht, ob ich dann noch da bin. Sonia hat einen hohen Maßstab gesetzt. Diese 45 Jahre bleiben. Aber sie würde mir sicher eine neue Liebe gönnen. Geredet haben wir darüber aber nie. Dafür war unsere Liebe zu heilig, zu groß."

Bogner und die Schwester der brasilianischen Schauspielerin Florinda Bolkan hatten 1972 geheiratet. Die beiden adoptieren zwei Buben aus Brasilien. 2005 musste das Paar bereits einen tragischen Verlust verkraften, als sich ihr Sohn Bernhard im Alter von nur siebzehn Jahren das Leben nahm.

Willy Bogner zählte in den 1960er Jahren zu den besten deutschen Skirennfahrern. Nach seiner Sportkarriere sattelte er in die Modebranche um und arbeitete in der Firma seines Vaters Willy Bogner senior, deren Leitung er 1977 nach dessen Tod übernahm. Die Firma Bogner stattet unter anderem die deutsche alpine Skinationalmannschaft und die deutschen Mannschaften bei den Olympischen Winterspielen aus.