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Stars
07/06/2021

Wie Sylvester Stallone und Arnold Schwarzenegger von Intimfeinden zu Freunden wurden

Der Kämpfer des Kinos im Interview über seine langsam gereifte Liebe zu Schwarzenegger und seine dritte Frau. Heute wird er 75.

von Elisabeth Sereda

Pension? – Dieser Begriff kommt in seinem Wortschatz gar nicht vor. Derzeit hat Sylvester Stallone (er wird heute 75), der in New Yorks "Hell’s Kitchen" aufwuchs, 15 Film- und TV-Projekte vor, verbringt seine Freizeit mit Malerei und Familie – und an Samstagen kann man ihn mit seinem alten "Intimfeind" Arnold Schwarzenegger oder mit Mickey Rourke, Dolph Lundgren, Jason Statham und Wesley Snipes im Caffe Roma am Rodeo Drive in Los Angeles antreffen. Die leibhaftigen „Expendables“ bei Pasta und Zigarre. Apropos: Da soll ja Teil 4 gedreht werden. Noch heuer kommt "Samaritan", in dem er einen alternden Superhero spielt.

KURIER: Sie sind ein Dreivierteljahrhundert alt. Können Sie sich denn noch wie ein Actionheld bewegen?

Sylvester Stallone: Zugegeben, mein Body reagiert schon lang nicht mehr auf freundlichen Zuspruch ... Als ich mit Dolph Lundgren an "Rocky 4" gearbeitet habe, war ich wie aus Gummi. Heute geht’s mir nur noch ums Schmerz-Management. Vor heftigen Szenen sage ich mir: das wird wehtun, aber mach es trotzdem.

Arbeiten Sie gerne mit den alten Kollegen zusammen?

Nein, das ist immer total nervenaufreibend. Ein Haufen Alphatiere, die einander nach Schwächen auschecken.

Konkurrenz herrschte jahrzehntelang mit Schwarzenegger. Wie ist das heute?

Wir sind erst Freunde, seit er Governor war (Kalifornien, 2003–2011). Früher sprangen wir einander an die Gurgel. Es begann bei den Golden Globes 1976. Er war bester Newcomer, wir waren mit Rocky der beste Film. Ich schmiss vor Freude die Blumen auf den Tisch, er saß versteinert da – verschränkte Arme, kein Applaus. Ich dachte, was für ein Trottel. Es ist schön, dass wir einander jetzt mögen.

Und Sie drehten auch schon mehrmals gemeinsam.

Ja, das ist immer wie im Altersheim! Wir sprechen nur über früher. Zum Glück sind wir so eingespielt, keiner will sich blamieren. Beim ersten "Expendables" (2010) rauchten wir Zigarren in der Kirche, in der wir filmten. Aber es gab viel Nervosität. Wir beide, das ist, wie wenn du nach 30 Jahren deine Freundin heiratest.

US-ENTERTAINMENT-FILM-47 METERS DOWN-UNCAGED

Wie haben Sie sich als Mann seit "Rocky" (acht Folgen, 1976–2018) verändert?

Wissen eignet man sich durch Fehler an, die größten habe ich in meinen Beziehungen gemacht. In meiner ersten Ehe habe ich mich wie ein Boxer verhalten, den ich auf der Leinwand gespielt habe – alles war ein Wettbewerb. Das kann nicht gut gehen. In meinen 24 Jahren mit Jennifer Flavin (3. Ehe) wurde ich ruhiger, habe nicht mehr so viel Testosteron. Eine Frau gibt einem Mann ja erst eine Seele. Dank Jennifer bin ich ein besserer Mensch geworden. Dank ihr und meinen drei Töchtern.

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