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30.07.2018

Wie Pippa, Marius & Co. von royalen Verbindungen profitieren

Nicht nur Mette Marits Sohn Marius Borg Høiby verdankt seinen gutbezahlten Job lediglich seinem priviligierten Status.

Ein abgebrochenes Studium in Business Administration und ein achtmonatiges Praktikum als Sales-Trainee bei einem Luxus-Autohändler, das er während seiner Schulzeit absolvierte – allzu viel Arbeitserfahrung hat Marius Borg Høiby laut seinem Linkedin-Profil nicht vorzuweisen, sieht man von seinem gescheiterten Versuch, Lederjackendesigner zu werden, sowie seinem kurzen Praktikum bei Modemacher Philip Plein ab, das er Medienberichten zufolge in Mailand absolviert haben soll. Umso mehr verwundert es, dass der Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette Marit seit März beim Londoner Tempus Magazine als "Style Director" im Einsatz ist.

Verdankt Marius seinen Job nur seinen Verbindungen? 

Der 21-Jährige avancierte in Windeseile: Nur fünf Monate nach seinem Start bei dem Trendmagazin stieg er vom normalem Redakteur zum "Director" auf – und das obwohl gerade einmal vier Artikel von Marius erschienen sind.

Da wundert es irgendwie nicht, dass in seiner Heimat Norwegen hinter vorgehaltener gemunkelt wird, Mette Marits Sohn verdanke seine Blitz-Karriere alleine seinen Beziehungen zum Königshaus.

"Marius ist nicht sehr bekannt in England, aber seine Verbindung zur norwegischen Königsfamilie hat ihm sicher den prestigevollen Job verschafft", behauptet auch die britische Journalistin Liz Hidkinson gegenüber dem norwegischen Blatt Se og Hör.

Doch auch das Londoner Lifestylemagazin dürfte von der Bekanntheit des neuen "Style Directors" profitieren. Immerhin rühmte man sich des königlichen Mitarbeiters, als man ihn in einem Artikel als "Prinz Marius Borg Høiby" bezeichnete -  und das obwohl Marius (als Sohn der einst bürgerlichen Mette Marit aus ihrer Beziehung mit Marten Borg) selbst keinen Prinzentitel trägt und der norwegische Hof stets betont, dass Marius als Privatperson auftritt.

Top-Job - ganz ohne Vorkenntnisse

Doch Marius ist nicht der Einzige, der dank seiner royalen Verbindungen ohne Vorkenntnisse eine gefragte Stelle im Zeitungswesen ergattert hat.

"Sehen Sie zum Beispiel Tom Parker Bowles. Er hatte keinerlei journalistische Erfahrung und hat einen Job beim respektierten Tatler Magazin und der Mail on Sunday bekommen", berichtet Hidkinson.

Der Sohn von Camilla Parker Powles aus ihrer ersten Ehe bekam gleich nach seinem Schulabschluss und einer dreijährigen Erfahrung als PR-Texter eine eigene Kolumne als Gastronomiekritiker. Es folgten lukrative Radio- und TV-Jobs. Inzwischen ist Bowles zudem als mitwirkender Herausgeber der Magazine GQ und Esquire im Einsatz.

Auch Pippa Middleton, die immerhin einen Uni-Abschluss in englischer Literatur vorzuweisen hat, profitiert von ihrer Connection zum Adelshaus. Sie versucht sich bereits seit einiger Zeit als Journalistin, nachdem ihre Versuche, als Autorin von Partyratgebern Karriere zu machen, gescheitert waren.

"Herzogin Kates Schwester Pippa hat für Publikationen wie The Spektator, Vanity Fair oder Sunday Telegraph geschrieben", so die britische Journalistin. Außerdem gibt Middleton regelmäßig Fitness-Tipps in ihrer eigenen Kolumne im Magazin der britischen Supermarkt-Kette Waitrose.

Einen royalen Schreiberling bei sich zu beschäftigen kurbelt offenbar die Verkaufszahlen an. Da störe es auch nicht weiter, wenn die royalen Mitarbeiter nicht gut schreiben können. Laut Hudkinson helfen in der Redaktion erfahrene Journalisten, die Texte umzuschreiben, damit diese dennoch in Druck gehen können.