Ricky Gervais trank Bier auf der Bühne

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Stars
06/24/2021

Was Ricky Gervais zum beliebtesten aller Golden-Globe-Moderatoren machte

Der britische Comedian im Interview über das Altern (er wird am Freitag 60) und warum ein Leben ohne Wein nichts für ihn ist.

von Elisabeth Sereda

Als Arbeiterkind in Reading, England geboren, wusste Ricky Gervais schon von klein auf, dass ihn Humor durchs Leben tragen würde. Als Jugendlicher war er Teil eines Popduos und machte auf David Bowie, wenn auch mehr schlecht als recht. Berühmt wurde er erst mit 40 durch die Serie "The Office". Der großartige britische Komödiant, Drehbuchautor, Regisseur und beliebteste aller Golden-Globe-Moderatoren wird morgen, Freitag, 60.

KURIER: Wie gehen Sie mit dem Alter um?

Ricky Gervais: Ich habe Freunde, die sagen, wenn du aufhören würdest Wein zu trinken, würdest du 10 Jahre länger leben. Und ich sage, wenn die letzten 10 Jahre meines Lebens ohne Wein stattfinden, dann könnt ihr sie behalten.

Viele Comedians sind vor der Kamera und vor dem Publikum witzig, verstecken aber eine tiefe Depression …

Ich war nie ein depressiver Typ, ich leide nicht an diesem selbstzerstörerischen Mechanismus. Ich wollte es immer guthaben, mir ist Bequemlichkeit wichtig, Harmonie, und dass alles okay ist. Ich bin nur paranoid und glaube immer, dass ich irgendwo lande, wo es keine Toilette gibt.

Warum, denken Sie, sind Sie als Golden-Globe-Moderator so populär geworden?

Weil ich nicht die 200 Stars im Raum unterhalten will, sondern die 200 Millionen, die daheim vor dem Fernseher sitzen. Ich bin kein Hollywood-Insider, ich identifiziere mich mit dem Typen, der mit dem Bier in der Hand in die Glotze schaut. Und der will nicht von der scheinheiligen Elite, die in Privatjets rumfliegt, über das Leben belehrt werden und wie er ein besserer Mensch sein kann.

Wie sieht ein normaler Tag in Ihrem Leben aus?

Ich stehe auf, checke Emails, dann gehen Jane (seine Freundin) und ich in Hampstead Heath oder im Central Park spazieren, je nachdem, ob wir in London oder New York sind, ich lerne bei den Spaziergängen neue Hunde kennen, das sind meine 30 Minuten pro Tag, die ich immer einplane, ich spiele mit Hunden. Im letzten Jahr habe ich befürchtet, dass ich von einem Hund Corona bekomme! Und dann gehe ich arbeiten. Das geht immer nur in 2-Stunden-Schritten, dann mache ich eine Schlafpause. Irgendwann dazwischen trainiere ich ein bisschen und um sechs Uhr abends bin ich im Pyjama mit einer Flasche Wein auf der Couch.

Sie sind als Tierliebhaber bekannt, was war Ihr erstes Haustier?

Ich bekam meinen ersten Hund Lucky, der starb, als ich 18 war. Das war herzzerreißend. Ich kam nach Hause und meine Mutter meinte: 'Dein Vater ist tot.' Und ich sagte: 'Oh, nein!' Und sie sagte: 'Nein, wir mussten den Hund einschläfern.' Und dann kam mein Vater ins Zimmer und sie sagte: 'Ich habe ihm gesagt, du wärst tot, und er hat nicht mal geweint.' Das sagt alles über den Humor meiner Familie. Ich bin ja der Jüngste von vier Geschwistern, ein Nachzügler. Ich fragte meine Mutter mal: 'Warum sind die alle um so vieles älter als ich?' Und sie meinte: 'Weil du ein Unfall warst.'

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