Regisseurin Sofia Coppola

© APA/AFP/FRANCOIS GUILLOT

Stars
05/14/2021

Vom Mafia-Baby zum Regie-Star: Sofia Coppola wird 50

Als Schauspielerin bespöttelt, als Regisseurin dafür umso mehr gefeiert.

von Lisa Trompisch

Den Film hat Sofia Coppola (wird heute, Freitag, 50) wirklich im Blut. Ihr Vater ist der berühmte US-Regisseur Francis Ford Coppola (82), auch ihre Mutter Eleanor (85) war als Regisseurin und Drehbuchautorin tätig. Selbst ihren Cousin kennt man von der Leinwand – das ist nämlich Schauspieler Nicolas Cage (57).

Bereits als 10 Wochen altes Baby sonnte sie sich im Kameralicht, da hatte sie im Film „Der Pate“ (Papa war der Regisseur) ihren ersten Auftritt. Weitere Engagements in Filme ihres Vaters folgten.

Höhepunkt, aber eher auf die nicht so gute Art und Weise, war 1990 ihre Rolle als Tochter des Don Corleone im dritten Teil der Mafia-Saga – eigentlich sollte diesen Part ja Winona Ryder übernehmen, die aber krankheitsbedingt ausfiel. So ersetzte sie Coppola, typisch „Famiglia“, kurzerhand durch seine Sofia.

Wie heißt es doch so schön in der ansonsten bluttriefenden Trilogie: „Jemanden lieben heißt, als einziger ein Wunder begreifen, das für alle anderen unsichtbar bleibt.“

Und unsichtbar blieb auch das Schauspieltalent von Sofia, die für ihre dürftige Performance gleich zwei „Goldene Himbeeren“ verliehen bekam (als schlechteste Nebendarstellerin und als schlechteste Nachwuchsdarstellerin).

„Schauspiel ist nichts für mich. Ich mag es nicht so gerne, wenn man mir sagt, was ich tun soll. Ich interessiere mich mehr für Bühnenbild und bin mehr visuell motiviert“, sagte sie später. Ihre Schauspielkarriere hängte sie jedenfalls, abgesehen von kleineren Ausnahmen (wie zum Beispiel in „Star Wars: Episode I – Die dunkle Bedrohung“ oder Videoclip zum Song „Elektrobank“ von „The Chemical Brothers“), an den Nagel.

Sie machte ein Praktikum bei Mode-Zar Karl Lagerfeld, war als Fotografin tätig oder gründetet in Japan das Mode-Unternehmen MilkFed. Dann wandte sie sich der Regie zu: Mit ihrem Spielfilmdebüt „The Virgin Suicides – Verlorene Jugend“ triumphierte sie 1999 in Cannes als Nachwuchstalent.

Und gleich mit ihrer zweiten Regiearbeit (2004, „Lost in Translation“ mit Scarlett Johansson und Bill Murray) heimste sie einen Oscar ein.

Jetzt wurde sie auch – wie schon zuvor ihr Vater 1998 – mit dem „American Society of Cinematographers Board of the Governors Award“ ausgezeichnet. Der wird traditionell an jemanden vergeben, der „zwar kein Kameramann ist, dessen Unterstützung für die Kunst und das Handwerk der Bilderzeugung aber einen unvergesslichen Eindruck hinterlassen hat“. Viva, Sofia!

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