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02.01.2018

Uschi Obermaier will keinen Mann mehr

Das größte Sex-Symbol der ’68er mag keinen Mann mehr.

Zu ihrem 70. Geburtstag (24. 9. 2016) verriet sie: "Ich habe mich gerade Hals über Kopf verliebt." Freilich meinte Uschi Obermaier damit "Lulla", einen Mix aus Schäferhund und Husky. "Sie ist so schön, dass sie all die Komplimente bekommt, die ich früher gekriegt habe." Die gebürtige Münchenerin lebt heute "ohne einen Cent Rente" als Schmuckdesignerin in Topanga Canyon nahe Los Ange-les. Allein, fit und zufrieden: "Sex, Drugs and Rock ’n’ Roll waren ein Teil meines Lebens, aber das ist nun Vergangenheit. Jetzt bin ich woanders."

1968 war Obermaier das Symbol der sexuellen Revolution, weit über Deutschlands Grenzen hinaus. Als Model, als "Groupie", als Kommunardin. Die Rolling Stones-Bosse Mick Jagger und Keith Richards stritten oft schon beim Frühstück (im Normalfall mit Kaviar, Champagner, Heroin und Marihuana), wer abends mit ihr ins Bett durfte. Und wer dort von den beiden die besseren Nummern schrieb, ließ das Fräuleinwunder der Musikszene Jahre später so durchklingen: "Keith – denn mit ihm war es Liebe." Uschi befand er als "das beste böse Mädchen, das ich kenne".

Auch Jimi Hendrixsuchte noch – kurz vor seinem Drogenabgang (1970) – Halt und Wärme in den zarten Armen des "wandelnden Lustautomaten", wie sie ihr nachmaliger Gefährte, der "esoterisch-marxistische" Kommunarde Rainer Langhans (77) fast so unelegant ta-xierte, wie er heute noch aussieht. Dabei war Uschi auch in den wildesten Jahren durchaus wählerisch: Tom Jones(77) biss sich im heißen Verlangen nach ihr sämtliche Jacketkronen aus ...

Auch dem Ehemann von Sophia Loren (83), Carlo Ponti ( 2007), gab Uschi 1971 einen Korb – wenn auch nur, als sie einen hochdotierten Zehnjahresvertrag (mit zehn Filmen) ausschlug: "Ich bin keine Unternehmerin, ich bin im Leben gut", sagte sie der Süddeutschen Zeitung, "und ich bin froh, dass ich mich nie verkaufen musste – alles im Leben hat seinen Sinn."

Seit ihr innigster Partner, die Berliner Kiez-Größe Dieter Bockhorn, 1983 bei einem Motorradunfall in Mexiko ums Leben kam, ist Obermaier Single. "Ich hatte so viel Glück mit wunderbaren Lieben, das haben andere Leute ihr ganzes Leben nicht. Heute bin ich eifersüchtig auf meine Zeit – die rennt ja so schnell, dass ich sie nicht gerne mit jemandem teile."