Männlicher "Halloween"- und "X-Men"-Star: Diagnose Brustkrebs
Bei Schauspieler Tyler Mane, bekannt für seine Rollen in Filmen wie "X-Men", "Halloween" und "Troja", ist Brustkrebs diagnostiziert worden. Mit dem Gang an die Öffentlichkeit möchte er darauf aufmerksam machen, dass auch Männer von dieser Erkrankung betroffen sein können.
"Ja, ich habe Brustkrebs"
In einer ausführlichen und emotionalen Instagram-und Facebook-Videobotschaft spricht der 59-Jährige ganz offen. "Ja, ich habe Brustkrebs. Und ja, das ist extrem selten. Nur etwa ein Prozent aller Brustkrebsfälle betrifft Männer." Am Tag der Videoaufnahme (9. Juni) startete er seine Chemotherapie.
Der Kanadier, der mit einer Körpergröße von beeindruckenden 2,06 Metern auch als Wrestler erfolgreich war, gestand zunächst, dass ihm seine Diagnose "irgendwie peinlich" war, weshalb er sie zuerst verheimlichen wollte. Doch die Erkenntnis, dass Brustkrebs bei Männern häufig erst in einem fortgeschrittenen Stadium entdeckt wird, brachte ihn dazu, sich einem breiten Publikum zu öffnen.
"Tatsächlich haben alle meine Ärzte es abgetan, und nur weil meine Frau mich dazu gedrängt hat, den Knoten entfernen zu lassen, wurde er frühzeitig erkannt", gibt Mane Einblick in seine Krankheitsgeschichte.
"Lasst uns anfangen, darüber zu sprechen!"
Dieser Eingriff erwies sich als entscheidend. Der Schauspieler will nun darauf aufmerksam machen, wie wichtig es ist, frühzeitig zu reagieren, wenn man Veränderungen an seiner Brust bemerkt. In seinem Posting fordert er: "Also lasst uns anfangen, darüber zu sprechen! Bei einem von 755 Männern wird im Laufe ihres Lebens Brustkrebs diagnostiziert, und wenn er frühzeitig erkannt wird, ist er SEHR gut behandelbar. Es ist Zeit, diesen Weckruf zu hören! Liket, speichert, teilt und kommentiert – lasst uns die Botschaft verbreiten!"
Nach diesem öffentlichen Appell folgt ein kurzer Videoclip, der Mane zeigt, wie er im Krankenbett liegt und eine Chemotherapie-Infusion verabreicht bekommt. Dabei zeigt er den Mittelfinger in die Kamera und sagt entschlossen: "Fuck Cancer!", also: "Scheiß auf Krebs!" Trotz des Schicksalsschlags zeigt sich Mane also nach wie vor kämpferisch.
Brustkrebs kann auch bei Männern auftreten, wenn auch sehr selten: In Österreich erkranken pro Jahr etwa 80 bis 100 Männer an Brustkrebs, das entspricht rund 1 Prozent aller Brustkrebserkrankungen. Die meisten Diagnosen werden im Alter zwischen 60 und 75 Jahren gestellt.
Die Symptome von Brustkrebs bei Männern ähneln denen bei Frauen, werden aber oft später ernst genommen. Wichtig ist, auf jede Veränderung der Brust zu achten. Häufige Warnzeichen sind:
- meist schmerzlose und schlecht verschiebbare Knoten oder Verhärtungen in der Brust oder direkt hinter der Brustwarze
- Veränderungen der Brustwarze (Einziehung, Rötung, Schuppung, Verkrustung)
- Sekret aus der Brustwarze, besonders blutig
- Größen- oder Formveränderung einer Brust
- Hautveränderungen (Rötung, Verdickung, "Orangenhaut")
- Schmerzen oder Druckgefühl
- spätere Anzeichen: Vergrößerte Lymphknoten in der Achsel oder oberhalb des Schlüsselbeins, Offene Stellen oder Geschwüre an der Brust, Allgemeine Symptome wie Gewichtsverlust Müdigkeit, Knochenschmerzen (bei Metastasen)
Die Prognose ist grundsätzlich ähnlich wie bei Frauen, wenn der Krebs früh erkannt wird: Je früher, desto besser.
Auch die Behandlung von Brustkrebs bei Männern ist im Wesentlichen gleich wie bei Frauen und richtet sich nach Tumorart, Stadium und Hormonrezeptorstatus. In den meisten Fällen steht zunächst die operative Entfernung des Tumors im Vordergrund. Abhängig vom Befund folgt oft eine Strahlentherapie. Ein zentraler Bestandteil der Behandlung ist bei Männern die Hormontherapie, da der überwiegende Teil der Tumoren hormonabhängig wächst. Eventuell ist eine Chemotherapie notwendig.
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