Thomas Müller zu Trennungs-Gerüchten: "Habe mich für den Sport entschieden"

Der Fußball-Weltmeister spricht in der Talkreihe "Bestbesetzung" über seinen Abschied vom FC Bayern und das neue Leben in Kanada.
Thomas und Lisa Müller

Im Podcast "Bestbesetzung" hat Moderator Johannes B. Kerner mit Ex-Bayern-Star Thomas Müller über dessen Umzug nach Kanada gesprochen. Anfang August 2025 wechselte Müller zum kanadischen MLS-Franchise Vancouver Whitecaps

Thomas und Lisa Müller: Getrennte Wege für Karriere

Sein Wechsel und Umzug nach Kanada hatten Gerüchte um eine mögliche Trennung des Fußballers von seiner Ehefrau Lisa Müller laut werden lassen, da diese in München geblieben ist - was das Paar aber dementiert.

Als Dressurreiterin zählt Müller zu den besten Sportlerinnen Deutschlands. Ende 2025 hat sie außerdem ihren Einstieg in die Politik vollzogen und ist Mitglied der CSU (Christlich-Soziale Union) geworden. Sie bezeichnete die Partei als ihre "politische Heimat". 

Bereits im Februar hatte Thomas Müller im Gespräch mit der Welt am Sonntag angedeutet, dass die Entscheidung, für die Karriere getrennte Wege zu gehen, für das Paar nicht einfach gewesen sein dürfte.

"Bevor ich die Entscheidung traf, nach Vancouver zu wechseln, habe ich eine Liste mit Vor- und Nachteilen gemacht. Daher war mir klar, dass es auch Dinge geben wird, die einem nicht so schmecken, gerade bei der enormen Distanz nach Hause. Doch ich war schon immer jemand, der mit der Realität gut klarkommt. Zu meiner Zeit in Vancouver gehört es jetzt eben, dass ich meine Frau und die Pferde nur selten um mich habe", erzählte er.

"Am Ende des Tages habe ich mich für den Sport entschieden"

Mit Kerner sprach Müller nun offen wie nie über sein Privatleben. Dabei räumte der Kicker ein, dass es vor seinem Umzug nach Kanada zu "Diskussionen" mit seiner Frau gekommen sei. Doch "am Ende des Tages habe ich mich für den Sport entschieden", so der Sportler, für den schon früh klar war, dass seine Karriere als Profifußballer in seinem Leben Priorität hat.

"Ich hatte keinen Plan B. Dafür war meine Perspektive im Hinblick auf Profifußball schon ab dem Alter von, sagen wir mal, 16 Jahren zu gut", sagte der 36-Jährige. Er sei immer bereit gewesen, für seine Karriere als Sportler Risiken einzugehen und auch zu verzichten.

Fernbeziehung war wohlüberlegt

Seit dem Sommer 2025 führen Lisa und Thomas Müller, die seit 2009 verheiratet sind, eine Fernbeziehung - und pendeln zwischen Bayern und Vancouver. Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur erklärte Müllers Ehefrau vor einigen Wochen: "Die Entscheidung ist uns nicht leichtgefallen." 

Thomas wisse "als Sportler, wie sehr ich für meinen Sport lebe. Ich als Sportlerin weiß, wie sehr er für seinen Sport lebt", stellte die 36-Jährige klar. Es sei deswegen auch nie zur Debatte gestanden, das gemeinsame Gestüt zu verkaufen.

Thomas Müllers Entscheidung für den Wechsel nach Vancouver war also gut überlegt, auch wenn er für seine Karriere eine räumliche Trennung von seiner Frau in Kauf nehmen muss. Diese bekommt auch weiterhin seine volle Unterstützung.

Über Lisas Entschluss, der CSU beizutreten, hatte er zuvor gegenüber der Welt am Sonntag gesagt: "Ich finde es sehr gut, wie engagiert Lisa ist und sich dort reinarbeitet. Ich unterstütze ihr Vorhaben absolut. Das Thema Politik war bei ihr schon immer sehr präsent, ihr macht es viel Spaß und sie hat einiges drauf. Das Ganze ist kein PR-Gag. Sie ist an den inhaltlichen Themen sehr interessiert."

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