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05.12.2011

Sorgerechtsstreit: Vater sein und nicht Besucher

Niki Zitny, Ex-Mann von Steffi Graf, setzt sich für die Verbesserung der Rechte für Väter nacheiner Trennung ein.

Weihnachten sollte eigentlich das "Fest der Liebe"sein. Aber Streit im Kreise der Liebsten kennen viele. Besonders betroffen davon sind Patchwork-Familien und Scheidungsfälle, bei denen es darum geht, wo das Kind mit wem Weihnachten feiert.

Niki Zitny, Ex-Mann von Leichtathletin Steffi Graf , kann davon ein Lied singen. Der Golf-Profi wusste in diesem Jahr nicht, wo sein Sohn Lorenz (4) Weihnachten verbringt. "Ich habe versucht, ihn über seine Mutter zu erreichen. Leider vergeblich". Auf facebook schrieb er verzweifelt: "Lieber Lorenz! Ich wünsche dir frohe Weihnachten, wo auch immer du bist. Habe versucht, dich zu erreichen, aber das wurde leider verhindert. Hab dich lieb, dein Papi!"

Graf - Zitny: Aussage gegen Aussage

Durch eine Bekannte erfuhr Zitny, dass sein Sohn das Weihnachtsfest mit Steffis Mutter in Kärnten verbracht hat. Steffi Graf weilte in Amerika mit ihrem neuen Lebensgefährten, Superfund-Boss Christian Baha und ihrer kleinen Tochter Christine .

Auf KURIER-Anfrage nahm Steffi Graf Stellung: "Ich habe Weihnachten mit meinen Kindern und meiner Mutter im Ausland verbracht".

Fakt ist: Das Sorgerecht von Kindern ist auch unter getrennten Promis ein großes Problem. "Wenn eine Mutter in Österreich nicht will, dass ein Kind einen Vater hat, dann hat das Kind keinen Vater", betonte Zitny, der sich für eine Neuregelung der Rechte für Väter engagiert (www.vaterverbot.at ). "Wir haben zwar das gemeinsame Obsorgerecht, aber in der Praxis habe ich keine Rechte". Leider sind bei Trennungen die Kinder zumeist die Verlierer: "Eltern gehen vermehrt gegenüber sich selbst und ihrer eigenen Lebensgestaltung eine Verpflichtung ein und erst in zweiter Linie gegenüber dem Kind", betont KURIER-Family-Coach Martina Leibovici-Mühlberger. Die Rolle des Vaters und die Beziehung zu ihren Kindern hat sich im Zuge der Emanzipation verändert: Die entsprechenden Gesetze im Falle einer Trennung hinken jedoch noch nach.