© pps.at

Stars
09/30/2018

Schauspieler, die während der Dreharbeiten verstorben sind

Paul Walker, Philip Seymoure Hoffman, James Dean und Co. Diese Schauspieler starben, bevor sie ihre Filme beenden konnten.

von Hillevi Hofmann

Nicht jeder Filmschauspieler hat das Glück, den Erfolg seines eigenen Streifens mitzuerleben, weil er oder sie bereits während der Dreharbeiten verstorben ist. Wir zeigen jene Filmstars, die überraschend aus dem Leben gerissen wurden oder deren letzte Filme nur unter erschwerten Bedingungen fertig gestellt werden konnten.

Paul Walker

Die Nachricht vom Ableben des Action-Helden Paul Walker traf Fans aus aller Welt hart. Während der Dreharbeiten zu "Fast and Furious 7" verunglückte er bei einem Autounfall in LA. Sein Bruder Cody Walker schlüpfte daraufhin in die Rolle des Brian O’Conner und drehte die letzten Szenen des Films fertig. Walker war bei seinem tragischen Tod erst 40 Jahre alt.

James Dean

Sein Tod ist zwar schon über 60 Jahre her, aber bis heute unvergessen. Hollywoodlegende James Dean verunglückte am 30. September 1955 tödlich mit seinem Porsche Spider am Weg zu einem Autorennen. Einige Szenen seines letzten Films "Giganten" mussten nach seinem Ableben von seinem Schauspielkollegen Nick Adams nachsynchronisiert werden.

Bruce Lee

Er gilt als Ikone des Martial-Arts-Films und wird von vielen als größter Kampfkünstler des 20. Jahrhunderts angesehen. Noch bevor sein Film "Der Mann mit der Todeskralle" in die Kinos kam, starb der Schauspieler und Kampfkünstler an einem Hirnödem (= eine Schwellung im Gehirn) in einem Hongkonger Krankenhaus.

Natalie Wood

Bekannt wurde der einstige Kinderstar durch die beiden Klassiker "West Side Story" und "Denn Sie Wissen Nicht was Sie Tun". Während ihrer Dreharbeiten zum Film "Projekt Brainstorm" stürzte Wood im Alter von nur 43 Jahren unter bis heute ungeklärten Umständen bei einem Bootsausflug mit ihrem Mann Robert Wagner ins Wasser und ertrank. Der Film wurde mit Hilfe von Körperdoubles und Stimmimitatoren fertig gestellt.

Philip Seymour Hoffman

Charakterdarsteller Philip Seymour Hoffman starb acht Tage vor der Beendigung der Dreharbeiten zu "Die Tribute von Panem – Mockingjay" an einer Überdosis. Anstatt ihn zu ersetzen, hat man seine letzten beiden Szenen umgeschrieben und aus seiner zuvor tragenden Rolle des Plutarch eine Nebenfigur gemacht.

David Carradine

"Kill Bill"-Star David Carradine wurde drei Tage vor Drehschluss seines Films "Stretch" tot in seinem Hotelzimmer in Thailand aufgefunden. Lange wurde über einen möglichen Selbstmord diskutiert, der wahre Grund war jedoch ein Herz-Kreislauf-Versagen.

Larry Hagman

Larry Hagman wurde durch seine Rolle des Major Nelson in der TV-Serie "Bezaubernde Jeannie" weltbekannt, zur TV-Legende machte ihn in den 80er Jahren die Rolle des fiesen Öl-Sprößlings "J. R. Ewing".  Bei den Dreharbeiten zur zweiten Staffel des Remakes 2012 erlag Hagman seiner Leukämieerkrankung.

Jean Harlow

Am Set ihres Films "Saratoga" brach die dreißiger Jahre-Ikone unerwartet zusammen. Nur eine Woche später verstarb sie mit nur 26 Jahren an Nierenversagen. Obwohl sie von einer anderen Schauspielerin ersetzt wurde, zählt der Film zu den besten Leistungen der Hollywoodlegende.

Oliver Reed

Der Tod des britischen Ausnahme-Schauspielers Oliver Reed bereitete Regisseur Ridley Scott bei seinem Film "Gladiator" große Probleme. Reed starb an einem Herzversagen, nachdem er zuvor in einer Kneipe auf Malta zu viel Alkohol getrunken hatte. Seine bis dzu dem Zeitpunkt gedrehten Szenen wurden mit denen eines Bodydoubles gemixt.

John Ritter

Während der Proben zur TV-Serie "Meine wilden Töchter" traten beim Schauspieler starke Brustschmerzen auf und er wurde umgehend ins Krankenhaus gebracht. Nur wenige Tage später verstarb Ritter an Herzversagen. Seine Serienfigur starb daraufhin ebenfalls den Serientod.

Heath Ledger

Die Dreharbeiten zu "The Dark Knight" waren zwar bereits abgeschlossen, allerdings steckte Ledger bei seinem Ableben noch mitten in den Dreharbeiten zu Terry Gilliams "Das Kabinett des Dr. Parnassus". Nach seinem Tod wurde der Film erstmal auf Eis gelegt. Zwei Monate später entschied sich der Regisseur, weiter zu machen. Und zwar mit folgendem cleveren Trick: Um die Zerrissenheit der von Ledger verkörperten Hauptperson Tony auch personell zu verdeutlichen, übernahmen drei andere namhafte Schauspieler den Part: Jude Law, Johnny Depp und Colin Farrell. Ein fantasievoller Zug des Filmemachers, der dem Verstorbenen gleichzeitig den nötigen Respekt zollte.