© Mark Sagliocco/FilmMagic/Getty Images

Stars
08/05/2020

Ryan Reynolds entschuldigt sich für Hochzeit auf Sklaven-Plantage

Ryan Reynolds und Blake Lively tauschten 2012 auf der "Boone Hall Plantation" in South Carolina ihre Ehe-Gelübde aus.

In Amerika herrscht schon länger eine Debatte über Hochzeiten in alten Herrenhäusern in den Südstaaten. Wer auf einer ehemaligen Sklaven-Plantage heiratet, macht sich zunehmend unbeliebt. Auch Hollywood-Star Ryan Reynolds und Blake Lively haben sich 2012 auf einem früheren Sklaverei-Gut getraut. Nun hat sich Reynolds für die Hochzeit auf der "Boone Hall Plantation" in South Carolina offiziell entschuldigt.

"Es tut uns für immer zutiefst leid"

Im Interview mit Fast Company beteuerte der "Deadpool"-Star, dass er und seine Frau nicht gründlich genug über die "verheerende" Geschichte des Standorts nachgedacht hatten, bevor sie einander das Jawort gaben. Die Plantage verfügt über neun Sklavenkabinen. "Es ist etwas, das uns immer zutiefst und vorbehaltlos leid tun wird", sagte Reynolds gegenüber dem Magazin.

"Es ist unmöglich, sich zu versöhnen. Was wir damals sahen, war ein Hochzeitsort auf Pinterest. Was wir danach sahen, war ein Ort, der auf einer verheerenden Tragödie aufgebaut war", fügte er hinzu.

Im Nachhinein würden er und Lively die Hochzeitslocation als eine "Schande" empfinden. Es habe aber auch dazu geführt, dass sich die beiden mehr über Rassismus und Sklaverei informiert hätten. Ein solcher Fehler könne "dazu führen, dass Sie heruntergefahren werden, oder es kann Dinge neu gestalten und Sie zum Handeln bewegen", so Reynolds.

Und Handeln ist genau das, was das Paar getan hat. Im Juni spendeten Reynolds und Lively 200.000 US-Dollar (ca. 169.000 Euro) an den NAACP Legal Defense and Educational Fund (LDF). Im Jahr zuvor haben die beiden bereits zwei Millonen US-Dollar (ca. 1,4 Millionen Euro) an den NAACP Legal Defense Fund und das Junge Zentrum für Kinderrechte mit Migrationshintergrund gespendet.

Sein Engagement für soziale Gerechtigkeit soll Reynolds laut Fast Company zunächst jedoch nur zögerlich zur Sprache gebracht haben. "Zum Teil, weil er befürchtet, dass weiße Prominente zu oft nicht-weiße Stimmen übertönen, auch wenn dies nicht ihre Absicht ist", habe er erklärt.

 

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